Bilderweltarchiv 2020

 
Die Autobahnkirche Baden-Baden bietet dem Auge des Betrachters viele Anregungen. Diese Darstellungen in Beton, Glas und Email regen zum Nachdenken an. Wir werden in loser Folge auf unserer Homepage einige Bilder vorstellen und mit einer kleinen Betrachtung Denkanstöße geben. Wenn es dazu führt, das Original zu betrachten, dann freuen wir uns darüber. Denn das Gesamtkunstwerk »Autobahnkirche« ist dazu da, dass man mit ihm in Kontakt kommt.
  

Täter oder Mitläufer

Wie sehr macht man sich schuldig, wenn man ein grausames Geschehen nur mit anschaut oder unbeteiligt zulässt? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. In der deutschen Geschichte wurde es auch entsprechend thematisiert. War man in der Nazizeit Täter, Mitläufer oder Opfer? Man stellte fest, dass es gar nicht so einfach ist, diese Frage zu beantworten. Wenn man es in der Rückschau tut, dann ist es einfacher zu urteilen, aber man sollte sich dann die Frage stellen, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte, wohl wissend, dass man sich auch als Mitläufer schuldig gemacht hätte.

Um Kopf und Kragen geredet

Johannes der Täufer war ein konsequenter Mensch. Er hat das gelebt, was er gepredigt hat. Er hat die Konsequenzen dafür getragen. Er hat mit seinem Leben für die Botschaft der Lebensveränderung bezahlt. Wahrscheinlich war die Predigt, die die Umkehr der Menschen gefordert hat, gar nicht ausschlaggebend für seine Hinrichtung. Viel eher seine offene Kritik am Verhalten der Oberschicht und besonders an König Herodes. Die Rede von einem Gott, der die Menschen liebt und auf der Seite der Schwachen steht, kommt bei Mächtigen nie gut an. Sie fühlen sich bedroht, weil ihre Privilegien in Frage stehen, und sie ihr Leben nicht mehr wie gehabt weiterführen können. Johannes wird in den Kerker geworfen und nach einem Tanz von Salome, der Tochter des Herodes geköpft, weil sie sich seinen Kopf als Belohnung ausbedungen hat, wahrscheinlich deshalb, weil sie dazu angestiftet wurde.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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