Der Elia-Turm

 
Das Verhältnis zwischen Religion und der politischen Macht muss für jede Zeit neu ausgehandelt werden. Für die Auseinandersetzung zwischen VertreterInnen der Religionen und denjenigen, die die politische Macht in Händen halten, steht der Elia-Turm im Norden der Autobahnkirche. Das Gespräch der Mächtigen und der Religion ist auch in unseren demokratischen Zeiten nicht einfach. In Gestalt des biblischen Elia kommen beide Komponenten zum Tragen.
Elia stand immer im Konflikt mit dem König von Juda. Er wurde verfolgt und mit dem Tode bedroht. Aber er scheute auch die Auseinandersetzung nicht. Er setzte sich als Eiferer, als Gotteskrieger für seine Religion ein und schreckte auch vor Gottesurteilen und religiös motiviertem Massenmord nicht zurück. Dieser Elia kann heute kaum als Vorbild zu vermittelt werden. Der fundamentalistischen Position steht der Mystiker entgegen, der eine unbeschreibliche Gotteserfahrung macht, als er Gott nicht im Sturm, nicht im Gewitter und auch nicht im Erdbeben erlebt, sondern im leisen Säuseln des Windes. Elia wird als einer der wenigen Menschen leibhaftig in den Himmel aufgenommen.
Wie lösen wir den immer wieder aufbrechenden Konflikt zwischen Religionen und weltlicher Macht? Weder der Gottesstaat noch die strikte Trennung zwischen Religion und Staat können endgültige Lösungen bieten. Elia hat für seine Zeit die Antwort gefunden, doch die ist für uns heute nicht mehr lebbar. Wie lösen wir es für heute?
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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