Der Elia-Turm

 
Das Verhältnis zwischen Religion und der politischen Macht muss für jede Zeit neu ausgehandelt werden. Für die Auseinandersetzung zwischen VertreterInnen der Religionen und denjenigen, die die politische Macht in Händen halten, steht der Elia-Turm im Norden der Autobahnkirche. Das Gespräch der Mächtigen und der Religion ist auch in unseren demokratischen Zeiten nicht einfach. In Gestalt des biblischen Elia kommen beide Komponenten zum Tragen.
Elia stand immer im Konflikt mit dem König von Juda. Er wurde verfolgt und mit dem Tode bedroht. Aber er scheute auch die Auseinandersetzung nicht. Er setzte sich als Eiferer, als Gotteskrieger für seine Religion ein und schreckte auch vor Gottesurteilen und religiös motiviertem Massenmord nicht zurück. Dieser Elia kann heute kaum als Vorbild zu vermittelt werden. Der fundamentalistischen Position steht der Mystiker entgegen, der eine unbeschreibliche Gotteserfahrung macht, als er Gott nicht im Sturm, nicht im Gewitter und auch nicht im Erdbeben erlebt, sondern im leisen Säuseln des Windes. Elia wird als einer der wenigen Menschen leibhaftig in den Himmel aufgenommen.
Wie lösen wir den immer wieder aufbrechenden Konflikt zwischen Religionen und weltlicher Macht? Weder der Gottesstaat noch die strikte Trennung zwischen Religion und Staat können endgültige Lösungen bieten. Elia hat für seine Zeit die Antwort gefunden, doch die ist für uns heute nicht mehr lebbar. Wie lösen wir es für heute?
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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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