Der Noah-Turm

 
Wer auf die Autobahnkirche von der Raststätte zuläuft, stößt zuerst auf den Noah-Turm. Der gedrungene Beton-Klotz wirkt verstörend und ist doch harmonisch in die Landschaft eingebettet. Als erstes sticht das Bildnis des roboterhaften Menschen ins Auge, dessen Kopf ein Auto darstellt und der aus Autoteilen besteht. Ein Fanal der Technik.
Das ist das große Thema hier am Noah-Turm. Die moderne Technik, die wie die biblische Sintflut alles leben auf der Erde zerstört. An der Ostseite sehen wir Noah, der sich in seine Arche rettet und die Türen schließt. Wir sehen Christophorus, der das Kind trägt und eine Mutter, die ein Kind stillt. Geschütztes Leben und bedrohtes Leben
Auf der Ostseite sehen wir das erste Menschenpaar, deren Sündenfall und den modernen Sündenfall, die Zerstörung der Natur. Es ist das Öl und die Prinzipien der kapitalistischen Marktwirtschaft, die die Erde zerstören. Während wir an der Nordseite eher die geretteten Lebenwesen sehen, befinden sich auf der Südseite Menschen, die sich schuldig fühlen und aus dem Paradies vertrieben sind. Über allem schaut Noah aus der Arche auf die Welt hinaus.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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