Das Abraham-Tor

 

Eine Beschreibung des Abraham-Tores

 
Das Abrahamstor ist der Eingang zum inneren Hof der Autobahnkirche. Die beiden Teile stellen Szenen aus dem Leben Abrahams dar, besonders seine Familiengeschichte im südlichen Teil und das Geschehen um Sodom und Gomorrha im nördlichen Teil. Direkt ins Auge sticht der Gewissenskonflikt, in dem sich Abraham befindet, als er seinen Sohn opfern soll.

 
In den Darstellungen der Lebensgeschichte des Abrahams kann sich der Besuchende wiederentdecken, sei es in der Frage nach dem Glauben an sich, als auch in der Rechtfertigung des Glaubens angesichts von Leid und Ungerechtigkeit in der Welt.
 

Besucher gehen zwischen einem Hahn und Petrus hindurch auf die Kirche zu. Auch hier stellt sich die Frage nach der eigenen Festigkeit und Treue zu Überzeugungen.
 
 
Auch wenn man die Kirche verlässt, kann man sich mit der Lebenssituation heute auseinandersetzen. Im Norden sehen wir die Unterdrückung der Menschenrechte und moderne Fehlentwicklungen, im Süden Bezüge über die Gestalt des Abraham zum Familienleben. Dort sehen wir auch einen kleinen Brunnen, der uns die Gestalt des Propheten Jona ins Bewusstsein ruft.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Gargolien

Wir kennen unzählige von ihnen und haben sie auch schon oft gesehen. Von alten gotischen Kathedralen blicken sie auf die Menschen in Form von Wasserspeiern, Brüstungen und als Zierwerk herab. Sie haben unterschiedliche Formen und Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal Teufel, mal mit einer dämonischen Fratze, mit Flügeln und aufgerissenen Mündern, zähnefletschend und scheinbar laut schreiend. Die Rede ist von Gargolien, die heute zwar beliebte Fotomotive sind, aber warum es sie gibt, ist weniger bekannt. Wir wundern uns darüber, was diese Früchte des Aberglaubens an einer Kirche verloren haben. Und in der Autobahnkirche taucht mindestens eine von diesen Gestalten in der Krypta auf. Grund genug, um über dieses Relikt abendländischer Geistesgeschichte nachzudenken. 
Die Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten vor ihrer Umwelt Angst. Der Teufel trieb sein Unwesen, man musste sich hüten, nicht in seine Fänge zu geraten. Dämonen waren überall. Hinter jeder Ecke konnte der Verführer lauern und locken oder erschrecken. Göttliche Mächte standen mit den bösen in einem ständigen Kampf, die Seelen der Menschen sollten die Beute sein, das Leben der Menschen war der Kampfplatz.
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