Im Gethsemane-Fenster sehen wir einen Jünger Jesu, der eingeschlafen ist. Diese Darstellung ist Ausdruck einer Haltung, dass ich mich dem, was mich umgibt, gerne entziehen will. Heute dringt ganz vieles auf uns ein und der erste Wunsch ist der, dass all das ausgeblendet werden kann. Zu einem gewissen Grad ist das möglich, aber auf die Dauer hilft es nicht. Ständig nur schlechte Nachrichten zu hören, macht müde. Immer nur Katastrophenmeldungen zu sehen, raubt die Kraft. Im Beruf und in der Freizeit nur mit Verzweiflung und Schrecken konfrontiert zu sein, lässt uns erschlaffen.
Möglicherweise ist der Schlaf eine Flucht aus der Wirklichkeit, die man nicht mehr mit ansehen kann. Man hält es nicht aus und wird vom Schlaf übermannt. Eine normale Reaktion, wie es scheint. Und doch fällt es schwer, sich das vorzustellen. Angesicht des Geschehens wäre es natürlich gut, wenn man einfach die Augen zumachen und schlafen kann. Dann sieht man nicht mehr, was um einen herum vorgeht, was passiert. Es ist im besten Fall der Schlaf der Gerechten, aber auch der drückt aus, dass es mich jetzt nichts angeht, was um mich herum los ist. Diese Haltung zeugt davon, dass es mich nicht interessiert. Ich verschließe lieber meine Augen, ganz wörtlich genommen, vor allem Elend und Leid der Welt. Die Flucht in den Schlaf ist dann nur konsequent und Ausdruck der Ermüdung, die uns erfasst. Die Jünger Jesu können es nicht mehr mit ansehen, was sich anbahnt, sie sind vor Angst gelähmt und haben keine Kraft mehr, sich dagegen zu wehren. Dann fallen ihnen die Augen zu und sie schlafen den Schlaf der Gerechten. Sicherlich haben wir auch Verständnis angesichts dieser Flucht vor der Wirklichkeit, weil wir die nur zu gut kennen. Doch das ist nicht die Lösung, einfach die Augen zuzumachen. Die Forderung im Evangelium ist eine andere: Jetzt mit wachem Blick in die Welt schauen, jetzt alle Kräfte mobilisieren und dem Impuls des Einschlafens nicht nachzugeben, gerade jetzt, wenn es zählt, wachzubleiben und handlungsfähig zu bleiben. Gerade, wenn ich etwas nicht mehr mit ansehen kann, dann sollte unser Impuls dahin gehen, dass wir wach bleiben und sich etwas verändert.
Möglicherweise ist der Schlaf eine Flucht aus der Wirklichkeit, die man nicht mehr mit ansehen kann. Man hält es nicht aus und wird vom Schlaf übermannt. Eine normale Reaktion, wie es scheint. Und doch fällt es schwer, sich das vorzustellen. Angesicht des Geschehens wäre es natürlich gut, wenn man einfach die Augen zumachen und schlafen kann. Dann sieht man nicht mehr, was um einen herum vorgeht, was passiert. Es ist im besten Fall der Schlaf der Gerechten, aber auch der drückt aus, dass es mich jetzt nichts angeht, was um mich herum los ist. Diese Haltung zeugt davon, dass es mich nicht interessiert. Ich verschließe lieber meine Augen, ganz wörtlich genommen, vor allem Elend und Leid der Welt. Die Flucht in den Schlaf ist dann nur konsequent und Ausdruck der Ermüdung, die uns erfasst. Die Jünger Jesu können es nicht mehr mit ansehen, was sich anbahnt, sie sind vor Angst gelähmt und haben keine Kraft mehr, sich dagegen zu wehren. Dann fallen ihnen die Augen zu und sie schlafen den Schlaf der Gerechten. Sicherlich haben wir auch Verständnis angesichts dieser Flucht vor der Wirklichkeit, weil wir die nur zu gut kennen. Doch das ist nicht die Lösung, einfach die Augen zuzumachen. Die Forderung im Evangelium ist eine andere: Jetzt mit wachem Blick in die Welt schauen, jetzt alle Kräfte mobilisieren und dem Impuls des Einschlafens nicht nachzugeben, gerade jetzt, wenn es zählt, wachzubleiben und handlungsfähig zu bleiben. Gerade, wenn ich etwas nicht mehr mit ansehen kann, dann sollte unser Impuls dahin gehen, dass wir wach bleiben und sich etwas verändert.











