Wie oft wurde vom modernen Menschen behauptet, dass er die Welt verbessern könne? Es gab diese Stimmen, aber sie sind in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr verstummt. Was als Ideal bezeichnet wurde, der Homo sapiens, der wissende Mensch, wurde zum großen Zerstörer der belebten und unbelebten Natur und zum Vernichter der eigenen Lebensgrundlagen. Der moderne Mensch ist das erste Lebewesen, das in der Lage ist, sich selbst zugrunde zu richten. Wenn in der biblischen Erzählung Noah derjenige ist, der das Leben rettet, weil er ein Gerechter in den Augen Gottes war, so setzt Emil Wachter dem modernen Menschen ein Denkmal, das er als den Anti-Noah, den Gegenentwurf zum biblischen Propheten bezeichnet. Er trägt viele Züge, die uns heute sehr bekannt vorkommen: Die Brille steht für das Wissen, das er sich aneignet, das aber mehr zerstört, als dass es Gutes bewirkt. Das fette, aufgeschwemmte Gesicht zeigt den Wohlstand, der jegliche Schönheit vermissen lässt. Der selbstgerechte Blick lässt erahnen, dass dieser Mensch für alle Warnungen taub ist und nur seinem eigenen Willen folgt. Der geschlossene Mund zeigt auch, dass er bei allem Wissen und bei aller Tatkraft doch nichts zu sagen hat. Er bleibt stumm angesichts der Zerstörungen, die er angerichtet hat. Der Anti-Noah ist das Verderben der Welt! Und so unsympathisch stellt ihn Emil Wachter dar.
Zugegeben, diese Schilderung ist sehr plakativ und wird uns Zeitgenossen nicht gerecht. Wir streben ja nach einer heilen Welt, wir sehnen uns nach einem Leben im Einklang mit der Schöpfung. Wir wollen in einer Welt leben, in der nachhaltig gewirtschaftet wird. Wir tragen diese Sehnsucht in uns und wir warten auf einen Noah, der uns von diesem Anti-Noah befreit. Aber das hat mit einer Änderung unser er eigenen Lebenseinstellung zu tun. Wir müssen lernen, auf so manches zu verzichten. Da tun wir uns schwer, denn es sollen zuerst die anderen damit anfangen. Da stehen wir doch wieder dem Anti-Noah sehr nah. Wollen wir das?
Zugegeben, diese Schilderung ist sehr plakativ und wird uns Zeitgenossen nicht gerecht. Wir streben ja nach einer heilen Welt, wir sehnen uns nach einem Leben im Einklang mit der Schöpfung. Wir wollen in einer Welt leben, in der nachhaltig gewirtschaftet wird. Wir tragen diese Sehnsucht in uns und wir warten auf einen Noah, der uns von diesem Anti-Noah befreit. Aber das hat mit einer Änderung unser er eigenen Lebenseinstellung zu tun. Wir müssen lernen, auf so manches zu verzichten. Da tun wir uns schwer, denn es sollen zuerst die anderen damit anfangen. Da stehen wir doch wieder dem Anti-Noah sehr nah. Wollen wir das?











