Man bezeichnet das Sitzen heute als eine eher schädliche Tätigkeit. Das ist es deshalb, weil wir es zu häufig tun. Wenn wir ehrlich sind, dann sitzen wir schon den ganzen Tag ziemlich viel: Am Tisch bei den Mahlzeiten, mit Freunden zusammen, am Schreibtisch oder sonstwie bei der Arbeit, im Auto oder anderen Verkehrsmitteln, ziemlich viel vor dem Fernseher und nicht zuletzt, wenn wir auf einer Parkbank oder im Sessel ausruhen. Sitzen ist die häufigste Tätigkeit, die wir tun und deshalb auch nicht die gesündeste. Es ist aber auch eine wichtige Haltung, wenn wir es richtig tun. Von Meister Eckhart (1260-1327) ist ein Satz überliefert, in dem das Sitzen in einen größeren Zusammenhang gestellt wird. Er schreibt: »Ich will sitzen und will schweigen und will hören, was Gott in mir redet.« Meister Eckhart wird heute neu entdeckt als einer der großen Meister, von denen wir eine kontemplative Grundhaltung, ein Leben aus der Meditation und der Achtsamkeit lernen können. Er meint, wir dürfen nicht vergessen, dass all das mit dem richtigen Sitzen anfängt.
Wenn wir sitzen bringen wir zunächst einmal unseren Körper in die Ruhe. Sitzend können wir viele Tätigkeiten besser ausüben, weil wir uns weniger bewegen, wir haben mehr Aufmerksamkeit und Energie für das Wesentliche, für das, was jetzt gerade zu tun ist. Wir können uns sitzend sehr gut konzentrieren. Für eine meditative Erfahrung ist dieses Sitzen sicherlich eine Grundlage, aber es geht hierbei nicht um irgendein Sitzen. Meister Eckhart spricht dabei eher vom aufrechten Sitzen, vom gespannten, aber nicht angespannten Sitzen. Anders wie die Frau, die Emil Wachter dargestellt hat. Aber selbst dieses Sitzen hilft dabei, zur Ruhe zu kommen und bei sich zu bleiben. Beim aufrechten, gespannten Sitzen kommt es darauf an, dass wir unsere Haltung bewusst wahrnehmen und immer wieder korrigieren. Das aufgerichtete Sitzen ist auf die Dauer anstrengend und fordert Konzentration. Deshalb ist das kein Sitzen, das uns widerfährt, sondern eines, für das wir uns ganz bewusst entscheiden müssen. Die große Betonung liegt auf dem »will«. Diese Bewusstheit und voir allem Entschlossenheit ist notwendig, es ist das, was wir eigenständig dazugeben. Sitzen tut gut und ist trotz allem gesund, wenn wir es bewusst tun und uns dafür entscheiden.
Wenn wir sitzen bringen wir zunächst einmal unseren Körper in die Ruhe. Sitzend können wir viele Tätigkeiten besser ausüben, weil wir uns weniger bewegen, wir haben mehr Aufmerksamkeit und Energie für das Wesentliche, für das, was jetzt gerade zu tun ist. Wir können uns sitzend sehr gut konzentrieren. Für eine meditative Erfahrung ist dieses Sitzen sicherlich eine Grundlage, aber es geht hierbei nicht um irgendein Sitzen. Meister Eckhart spricht dabei eher vom aufrechten Sitzen, vom gespannten, aber nicht angespannten Sitzen. Anders wie die Frau, die Emil Wachter dargestellt hat. Aber selbst dieses Sitzen hilft dabei, zur Ruhe zu kommen und bei sich zu bleiben. Beim aufrechten, gespannten Sitzen kommt es darauf an, dass wir unsere Haltung bewusst wahrnehmen und immer wieder korrigieren. Das aufgerichtete Sitzen ist auf die Dauer anstrengend und fordert Konzentration. Deshalb ist das kein Sitzen, das uns widerfährt, sondern eines, für das wir uns ganz bewusst entscheiden müssen. Die große Betonung liegt auf dem »will«. Diese Bewusstheit und voir allem Entschlossenheit ist notwendig, es ist das, was wir eigenständig dazugeben. Sitzen tut gut und ist trotz allem gesund, wenn wir es bewusst tun und uns dafür entscheiden.











