An der Nordseite des Mose-Turm sehen wir eine Darstellung von Joseph, dem zweitjüngsten Sohn von Jakob. Gezeugt mit seiner Lieblingsfrau Rebecca war Joseph der Liebling seines Vaters und wurde, zumindest in den Augen seiner Brüder, bevorzugt behandelt. Deshalb verkauften sie ihn in die Sklaverei und sagten ihrem Vater, er sei das Opfer von wilden Tieren geworden. Joseph kam als Sklave nach Ägypten und landete schließlich am Hof des Pharao. Dort wurde seine Gabe, Träume zu deuten sehr geschätzt und er konnte sich aufgrund der Vorhersagen, die er in den Träumen des Pharao sah, eine herausragende Stellung am Hof erarbeiten. Er schaffte es, vom Sklaven bis zur rechten Hand des Pharao, zum zweitmächtigsten Mann im Staat. So sehen wir ihn auch hier: Jung, tatkräftig, zupackend, mit einem Blick für alles. Die Raute, in der Emil Wachter ihn zeigt, unterstreicht diesen Eindruck eines dynamischen, zukunftsorientierten, trotzdem in sich ruhenden jungen Menschen. Bei diesem Potential verwundert es nicht, wenn Jakob ihn zu seinem liebsten Sohn erwählt hatte.
Joseph ist ein Paradebeispiel dafür, wie Integration gelingen kann, und ein Idealbild, wie man es sich vorstellt. Er wurde in einem Kulturkreis heimisch, der ihm zunächst fremd war. Es war anfangs schwierig, sich zurechtzufinden, nicht zuletzt die Sprache dürfte für ihn ein großes Hindernis gewesen sein. Warum kommt er so gut zurecht? Zum einen hat er einfach Glück gehabt. Er begegnete zur rechten Zeit den richtigen Menschen. Aber er hat auch die Chancen, die sich ihm gezeigt haben, beherzt ergriffen und für sich das Beste aus der Situation gemacht. Er begegnete der Kultur, in der er heimisch geworden war, mit Offenheit und lernte, so wie die Ägypter zu denken und zu handeln. Das alles aber auf dem Hintergrund seiner hebräischen Herkunft. Es ist ihm wohl auch deshalb gelungen, weil er sich nicht nur angepasst hatte, sondern weil er bereit war, beide Kulturen in sich zu vereinen. Er wurde Ägypter, weil er Hebräer geblieben ist, er blieb Hebräer, weil er Ägypter wurde. Das sieht man ja auch daran, wie er für seine Familie sorgt, als diese vom Hunger getrieben, nach Ägypten gezogen sind.
Joseph ist ein Paradebeispiel dafür, wie Integration gelingen kann, und ein Idealbild, wie man es sich vorstellt. Er wurde in einem Kulturkreis heimisch, der ihm zunächst fremd war. Es war anfangs schwierig, sich zurechtzufinden, nicht zuletzt die Sprache dürfte für ihn ein großes Hindernis gewesen sein. Warum kommt er so gut zurecht? Zum einen hat er einfach Glück gehabt. Er begegnete zur rechten Zeit den richtigen Menschen. Aber er hat auch die Chancen, die sich ihm gezeigt haben, beherzt ergriffen und für sich das Beste aus der Situation gemacht. Er begegnete der Kultur, in der er heimisch geworden war, mit Offenheit und lernte, so wie die Ägypter zu denken und zu handeln. Das alles aber auf dem Hintergrund seiner hebräischen Herkunft. Es ist ihm wohl auch deshalb gelungen, weil er sich nicht nur angepasst hatte, sondern weil er bereit war, beide Kulturen in sich zu vereinen. Er wurde Ägypter, weil er Hebräer geblieben ist, er blieb Hebräer, weil er Ägypter wurde. Das sieht man ja auch daran, wie er für seine Familie sorgt, als diese vom Hunger getrieben, nach Ägypten gezogen sind.











