Der Pharao wollte, so berichtet es das Buch Exodus, die Israeliten nicht ziehen lassen. Deshalb wurden von Gott neun Plagen geschickt, die den Pharao aber nicht umstimmten. Mit der zehnten Plage sollte sich das Blatt wenden. Dazu war eine Vorsichtsmaßnahme notwendig. In ganz Ägypten sollte die Erstgeburt zu Tode kommen. Um sich zu schützen musste von dem Pessah-Lamm, das an diesem Abend geschlachtet wurde, etwas Blut genommen werden, um damit das Haus, in dem Juden lebten, zu markieren: »21 Mose rief die Ältesten Israels zusammen und befahl ihnen: ›Jeder Familienvater soll sich ein Schaf- oder Ziegenböckchen aussuchen und es für das Passamahl schlachten. 22 Er soll das Blut in einer Schüssel auffangen, ein Büschel Ysop hineintauchen und die beiden Türpfosten und den oberen Türbalken mit dem Blut bestreichen. Danach darf niemand mehr das Haus verlassen bis zum Morgen. 23 Wenn der HERR in der Nacht vorbeikommt, um den Schlag gegen Ägypten zu führen, wird er das Blut an den Türpfosten und Türbalken sehen und vorübergehen. Er wird nicht zulassen, dass der Todesengel eure Häuser betritt.‹« (Exodus 12,21-23, Übersetzung Gute Nachricht)
Blut auf dem Türbalken hört sich zunächst etwas gruselig an, und es ist das auch. Wir würden es heute anders machen. Aber es ist ein Schutzzeichen, das nach außen zweierlei sagt: Hier wohnen welche, die eingeweiht sind und die dazugehören, und dass dieses Haus und seine Bewohner unter einem besonderen Schutz stehen. Etwas Vergleichbares kennen wir auch, wenn wir die Segenssprüche anschauen, die oft im Eingangsbereich von Häusern oder Wohnungen hängen. Nicht zu vergessen den Segensspruch der Sternsinger, der jedes Jahr über die Haus- oder Wohnungstüren geschrieben wird: »CMB = Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus« Mit diesem Zeichen wird das Haus unter den Segen Gottes gestellt, wir erhoffen uns dadurch, dass Leid, Sorgen und Not möglichst fern bleiben mögen. Wir knüpfen dabei an das Ritual an, das vom Volk Israel zum ersten Mal in Ägypten vor fast 3500 Jahren praktiziert wurde und das ihnen zuerst Schutz und dann die Freiheit gebracht hat. Mehr können auch wir von Segen nicht erhoffen.
Blut auf dem Türbalken hört sich zunächst etwas gruselig an, und es ist das auch. Wir würden es heute anders machen. Aber es ist ein Schutzzeichen, das nach außen zweierlei sagt: Hier wohnen welche, die eingeweiht sind und die dazugehören, und dass dieses Haus und seine Bewohner unter einem besonderen Schutz stehen. Etwas Vergleichbares kennen wir auch, wenn wir die Segenssprüche anschauen, die oft im Eingangsbereich von Häusern oder Wohnungen hängen. Nicht zu vergessen den Segensspruch der Sternsinger, der jedes Jahr über die Haus- oder Wohnungstüren geschrieben wird: »CMB = Christus mansionem benedicat = Christus segne dieses Haus« Mit diesem Zeichen wird das Haus unter den Segen Gottes gestellt, wir erhoffen uns dadurch, dass Leid, Sorgen und Not möglichst fern bleiben mögen. Wir knüpfen dabei an das Ritual an, das vom Volk Israel zum ersten Mal in Ägypten vor fast 3500 Jahren praktiziert wurde und das ihnen zuerst Schutz und dann die Freiheit gebracht hat. Mehr können auch wir von Segen nicht erhoffen.











