Mose wuchs in zwei Welten auf. Er war der Sohn eines Ehepaares aus dem Stamm Levi, das im Buch Exodus nicht namentlich genannt wird. Er wurde heimlich geboren und dann in einem Binsenkörbchen ausgesetzt, wo ihn die Tochter des Pharao fand. Sie gab ihn seiner Mutter zum Stillen und als er größer wurde, brachte man ihn an den ägyptischen Hof, wo ihn die Tochter des Pharao adoptierte: Sie gab ihm auch den Namen: »Mose«, Kind. So wuchs Mose heran, er kannte seine hebräischen Wurzeln und war sich dieser bewusst. Er war aber auch mit der ägyptischen Kultur vertraut und konnte sich als Angehöriger des Hofes frei und sicherlich sehr privilegiert im Land bewegen. So lernte er zwei verschiedenen Kulturen kennen. Er wuchs zweisprachig auf, nicht nur, was die gesprochene Sprache angeht, sondern er beherrschte auch die kulturelle Sprache der beiden Lebensentwürfe. So gesehen wäre Mose ein idealer Vermittler zwischen den beiden Kulturkreisen. Doch dazu km es nicht, im Gegenteil. Wie viele Menschen, die in zwei Kulturen aufwachsen, fühlte er sich sich auch zwischen allen Stühlen sitzend. Auch Mose gehört nirgends so richtig dazu. Für die Ägypter war er ein Hebräer, vor dem man sich in Acht nehmen musste, für die Hebräer war er ein Vertreter der verhassten Sklaventreiber.
Erst in dem Moment als Mose sich auf die Seite der Hebräer schlug, war es für ihn klar. Aus dem ägyptischen Prinzen wurde der Befreier und Anführer seines hebräischen Volkes. Er hat sich für sein Volk, aus dem er stammte, entschieden, und nicht für das, in dessen Kultur er aufgewachsen ist. Wahrscheinlich war dieser Schritt für ihn notwendig, um die eigene Identität zu finden. Der Auslöser für Mose war der Tod eines Hebräers, der von seinem Aufseher geschlagen wurde. Mose tritt für seinen Stammesbruder ein und erschlägt seinerseits den Aufseher. Eine schreckliche Tat, die sich nicht entschuldigen lässt, aber für Mose notwendig war. Daraufhin muss er fliehen. Jetzt weiß er, wo er hingehört. Er ist kein ägyptischer Prinz sondern ein Hebräer, dem das Schicksal seines Volkes nicht gleichgültig ist.
Erst in dem Moment als Mose sich auf die Seite der Hebräer schlug, war es für ihn klar. Aus dem ägyptischen Prinzen wurde der Befreier und Anführer seines hebräischen Volkes. Er hat sich für sein Volk, aus dem er stammte, entschieden, und nicht für das, in dessen Kultur er aufgewachsen ist. Wahrscheinlich war dieser Schritt für ihn notwendig, um die eigene Identität zu finden. Der Auslöser für Mose war der Tod eines Hebräers, der von seinem Aufseher geschlagen wurde. Mose tritt für seinen Stammesbruder ein und erschlägt seinerseits den Aufseher. Eine schreckliche Tat, die sich nicht entschuldigen lässt, aber für Mose notwendig war. Daraufhin muss er fliehen. Jetzt weiß er, wo er hingehört. Er ist kein ägyptischer Prinz sondern ein Hebräer, dem das Schicksal seines Volkes nicht gleichgültig ist.











