Wenn von Heiligen Schriften die Rede ist, dann wird immer davon gesprochen, dass sie göttlichen Ursprungs sind. Es wird oft behauptet, dass sie von Gott selbst verfasst oder zumindest von einem Engel übermittelt worden sind und deshalb von Menschen nicht verändert werden dürfen oder nur unter besonderen Umständen und auf eine ganz eigene Weise ausgelegt werden dürfen, wenn überhaupt. Die Aufklärung hat gezeigt, dass diese Sichtweise schwierig ist und zu Recht. Es gibt zu viele Widersprüche, als dass wir diese einem allwissenden Wesen zusprechen können. Wenn wir aber wissen, dass diese Schriften von Menschen verfasst wurden, die in einer bestimmten Zeit an einem ganz konkreten Ort unter eigenen Umständen gelebt haben, dann werden diese Widersprüche erklärbar und helfen uns, sie besser zu verstehen. Wir können sie dann auf unsere Zeit und Situationen hin neu auslegen. Sinnbildlich dafür steht der Evangelist Matthäus. Er wird als einziger der vier Evangelisten in Menschengestalt symbolisiert. So zeigt ihn auch Emil Wachter am Pfeiler, der nach Südwesten zeigt. Wenn es nun aber Menschen sind, die wir in den Heiligen Schriften hören, haben sie dann jede Autorität verloren? Können wir das, was sie vermitteln, noch als Gottes Wort bezeichnen?
Nüchtern betrachtet handelt es sich bei ihnen um literarische oder philosophische Texte. Sie haben die Besonderheit, dass sie versuchen, eine Erfahrung in Worte zu fassen, die nicht fassbar ist. Sie rücken damit in die Nähe der Poesie. Sie bleiben damit Gotteswort, nicht im Sinne, dass sie von Gott verfasst oder auch nur inspiriert sind. Sie sind Gotteswort, weil Menschen versuchen, ihre Erfahrungen mit Gott in Worte zu fassen. Es sind damit einzigartige Erfahrungen, die für alle Zeiten gültig sind. Wir können diesen Menschen damals ihre Erfahrungen nicht absprechen. Im gleichen Maß müssen wir uns aber selbst diese Erfahrungen zugestehen. Das Gotteswort von damals wird Gotteswort von heute. Die Texte mögen die gleichen sein, die Umsetzung im Alltag ist eine andere. Es sind ganz konkrete Menschen, die diesem Wort ein Gesicht geben. Das Gotteswort wird durch uns und durch unsere Erfahrungen menschlich. Der Evangelist Matthäus gibt davon Zeugnis. Sein menschliches Gesicht ist unser Gesicht!
Nüchtern betrachtet handelt es sich bei ihnen um literarische oder philosophische Texte. Sie haben die Besonderheit, dass sie versuchen, eine Erfahrung in Worte zu fassen, die nicht fassbar ist. Sie rücken damit in die Nähe der Poesie. Sie bleiben damit Gotteswort, nicht im Sinne, dass sie von Gott verfasst oder auch nur inspiriert sind. Sie sind Gotteswort, weil Menschen versuchen, ihre Erfahrungen mit Gott in Worte zu fassen. Es sind damit einzigartige Erfahrungen, die für alle Zeiten gültig sind. Wir können diesen Menschen damals ihre Erfahrungen nicht absprechen. Im gleichen Maß müssen wir uns aber selbst diese Erfahrungen zugestehen. Das Gotteswort von damals wird Gotteswort von heute. Die Texte mögen die gleichen sein, die Umsetzung im Alltag ist eine andere. Es sind ganz konkrete Menschen, die diesem Wort ein Gesicht geben. Das Gotteswort wird durch uns und durch unsere Erfahrungen menschlich. Der Evangelist Matthäus gibt davon Zeugnis. Sein menschliches Gesicht ist unser Gesicht!











