Das Besondere am Schöpfungslied, das zu Beginn des Buches Genesis in der Bibel steht, ist die Art und Weise, wie Gott alles schafft: Gott spricht - es wird - es ist gut. Alles, was ist, entsprang dem Wort Gottes. Das gilt auch für die Erschaffung des Menschen. Gott spricht, und es wird so, wie gesprochen. Das unterscheidet diese Art zu Schaffen von Schöpfungsdarstellungen aus anderen Religionen und Traditionen. Selbst im darauffolgenden (älteren) Schöpfungsbericht, schafft Gott mit den Händen und mit Material, das entsprechend geformt wird. Wenn Gott jetzt spricht und alles entsteht, dann hat das natürlich auch Konsequenzen für unser eigenes Selbstverständnis. Wir sind nicht nur von Gott geschaffen, sondern auch von Gott ausgesprochen. Und das ist mehr als nur ein kreativer Schaffensprozess.
Eine Hilfe zum Verständnis kann dieses Fenster von Emil Wachter an der Westseite der Autobahnkirche geben. Lesen wie es so, als spreche hier Gott. Es entstehen drei Farben: etwas blau, das steht für die materielle Seite. Wir sehen viel Rot für Leben und Lebendigkeit. Und schließlich noch weiß, in dem bekanntermaßen alle Farben enthalten sind. Es steht für die Geistkraft, die alles erfüllt. Diese drei bilden die Grundlage unserer Existenz: Materie, Lebendigkeit und Geistkraft, untrennbar miteinander verwoben und eins. Wir sind von Gott ausgesprochen, es ist jetzt in der Welt und so flüchtig wie ein Wort auch sei, in dem Moment, in dem es gesprochen wird, kann es nicht mehr zurückgenommen werden. Ein Gebilde, das aus Materie geschaffen ist, kann zerstört werden. Ein gesprochenes Wort bleibt in der Welt. Wenn wir unsere Existenz so verstehen, dann bleiben wir, voll und ganz. Als von Gott ausgesprochene Wesen können wir gar nicht vernichtet werden, auch wenn die Materie zerfällt. Von Gott ausgesprochen zu sein, ist ein Merkmal, das uns niemand wegnehmen kann. Und so verstanden, können wir uns trotz allem als ausgesprochen gelungen bezeichnen, oder etwa nicht?
Eine Hilfe zum Verständnis kann dieses Fenster von Emil Wachter an der Westseite der Autobahnkirche geben. Lesen wie es so, als spreche hier Gott. Es entstehen drei Farben: etwas blau, das steht für die materielle Seite. Wir sehen viel Rot für Leben und Lebendigkeit. Und schließlich noch weiß, in dem bekanntermaßen alle Farben enthalten sind. Es steht für die Geistkraft, die alles erfüllt. Diese drei bilden die Grundlage unserer Existenz: Materie, Lebendigkeit und Geistkraft, untrennbar miteinander verwoben und eins. Wir sind von Gott ausgesprochen, es ist jetzt in der Welt und so flüchtig wie ein Wort auch sei, in dem Moment, in dem es gesprochen wird, kann es nicht mehr zurückgenommen werden. Ein Gebilde, das aus Materie geschaffen ist, kann zerstört werden. Ein gesprochenes Wort bleibt in der Welt. Wenn wir unsere Existenz so verstehen, dann bleiben wir, voll und ganz. Als von Gott ausgesprochene Wesen können wir gar nicht vernichtet werden, auch wenn die Materie zerfällt. Von Gott ausgesprochen zu sein, ist ein Merkmal, das uns niemand wegnehmen kann. Und so verstanden, können wir uns trotz allem als ausgesprochen gelungen bezeichnen, oder etwa nicht?











