Der Untergang von Sodom und Gomorrha wird als ein schreckliches Ereignis im Buch Genesis geschildert. Es ist gar nicht nötig, den Schrecken im einzelnen auszumalen, es reicht, in einem kurzen Satz zu erzählen, was mit Lots Frau dabei geschah: »23 Die Sonne ging gerade auf, als Lot in Zoar ankam. 24 Da ließ der Herr Schwefel und Feuer vom Himmel auf Sodom und Gomorra herabfallen. 25 Er vernichtete die beiden Städte und die ganze Gegend, ihre Bewohner und alles, was dort wuchs. 26 Lots Frau aber schaute zurück; da erstarrte sie zu einer Salzsäule.« Diesen Moment hat Emil Wachter an der Westseite des Abraham-Tores dargestellt. In sich verdreht vom Blick zurück steht Lots Frau starr da. Das, was geschieht, raubt ihr den Atem, sie ist starr vor Schreck. Wir müssen dieses Bild nicht wörtlich verstehen, wir kennen aus der Traumaforschung ähnliche Beschreibungen. Wenn Menschen Zeugen eines schlimmen Unfalls oder einer Katastrophe werden, gibt es verschiedene Reaktionen, die instinktgesteuert sind. Sie sind in unserer frühestens Gehirnentwicklung grundgelegt sind. Der Fluchtreflex bringt uns dazu, möglichst rasch das Weite zu suchen, der Totstellreflex lässt uns starr werden, dass ich nicht mehr als Beute in Frage komme.
Lots Frau wird durch das, was sie sieht, so betroffen, dass sie nicht mehr weitergehen kann. Sie bleibt stehen, starr, auch wenn sie schon gerettet ist. Sie kann sich von dem Anblick nicht lösen, sie ist gebannt von demUntergang der beiden Städte. Sie wird vom Schrecken magisch angezogen und würde sich doch gerne abwenden. Hier wird neben den Reflexen eine Eigenschaft der menschlichen Seele deutlich, die zeigt, wie wie verletzlich sie ist. Wir können es uns unter normalen Umständen nicht vorstellen, dass man so reagieren kann, doch es geschieht immer wieder. Das sind Reaktionen, die wir nicht im Griff haben. Was in früheren Zeiten hilfreich war, ist heute nicht unbedingt das Beste, das wir tun können. Wir brauchen dann Hilfe von anderen Menschen, die uns in diesen Situationen begleiten und verständnisvoll mit uns umgehen. Dann werden wir nicht in den Untergang hineingerissen und erstarren nicht mehr zu Salzsäulen.
Lots Frau wird durch das, was sie sieht, so betroffen, dass sie nicht mehr weitergehen kann. Sie bleibt stehen, starr, auch wenn sie schon gerettet ist. Sie kann sich von dem Anblick nicht lösen, sie ist gebannt von demUntergang der beiden Städte. Sie wird vom Schrecken magisch angezogen und würde sich doch gerne abwenden. Hier wird neben den Reflexen eine Eigenschaft der menschlichen Seele deutlich, die zeigt, wie wie verletzlich sie ist. Wir können es uns unter normalen Umständen nicht vorstellen, dass man so reagieren kann, doch es geschieht immer wieder. Das sind Reaktionen, die wir nicht im Griff haben. Was in früheren Zeiten hilfreich war, ist heute nicht unbedingt das Beste, das wir tun können. Wir brauchen dann Hilfe von anderen Menschen, die uns in diesen Situationen begleiten und verständnisvoll mit uns umgehen. Dann werden wir nicht in den Untergang hineingerissen und erstarren nicht mehr zu Salzsäulen.











