Wenn man die Eigenschaften Gottes nennen soll, dann fällt einem zuerst die Allmacht ein. Das ist ein Attribut, das auch moderne Menschen einem göttlichen Wesen zuschreiben können. Da reicht es nicht zu sagen, Gott hätte die Macht, denn die ist begrenzt. Wenn wir Macht zusprechen, dann meist denen, die regieren, ob demokratisch, oligarchisch oder diktatorisch. Immer haben sie Macht und sie haben sie nicht auf Dauer. Vielleicht auf Lebenszeit, aber das ist ja auch nicht immer gegeben. Wenn Gott Macht hat, dann muss sie größer sein. Da bietet sich denn die Allmacht an.
Allmächtiger Gott
Wenn man die Eigenschaften Gottes nennen soll, dann fällt einem zuerst die Allmacht ein. Das ist ein Attribut, das auch moderne Menschen einem göttlichen Wesen zuschreiben können. Da reicht es nicht zu sagen, Gott hätte die Macht, denn die ist begrenzt. Wenn wir Macht zusprechen, dann meist denen, die regieren, ob demokratisch, oligarchisch oder diktatorisch. Immer haben sie Macht und sie haben sie nicht auf Dauer. Vielleicht auf Lebenszeit, aber das ist ja auch nicht immer gegeben. Wenn Gott Macht hat, dann muss sie größer sein. Da bietet sich denn die Allmacht an. »Allmächtiger« So lautet ein Ausruf des Erschreckens, so wird Gott in modernen Gebeten immer wieder oder immer noch angesprochen. Gott ist allmächtig lautet auch eine alte Aussage aus dem Katechismus. Mit all diesen Formulierungen drücken wir eine Macht aus, die größer ist als die, die wir von irdischen Verhältnissen kennen. Sie ist nicht auf eine Region begrenzt, sondern sie reicht überall hin. Das ganze All ist von dieser Macht betroffen, es ist die All-Macht, die Macht über das ganze All.
In diesem Ausschnitt aus dem Vaterunser auf der Südtür der Autobahnkirche kann sich Emil Wachter einen Hinweis nicht verkneifen. Die Macht, und hier spricht er noch nicht einmal von der Allmacht, ist nur Gott zugesprochen, wir haben keinen Anspruch darauf. Es täte uns wohl nicht gut. So sagt er, dass Gott allein und nicht uns die Macht gehört. Im Vaterunser, so wie wir es kennen steht statt der »Macht« das »Reich«. Dieser Begriff ist vorbelastet, selbst wenn wir vom Reich Gottes sprechen. Aber Macht reicht viel weiter als der Begriff des Reiches. Beim Reich denkt man an ein Territorium, die Macht lässt sich auf alle Bereiche ausdehnen und die Allmacht ist unbegrenzt. Wenn wir keinen Anspruch auf Macht erheben und sie allein Gott zusprechen, dann ist das auch die Anerkenntnis dessen, dass wir von (All-)Macht überfordert sind und vielleicht durch diese Macht korrumpiert werden. Man muss schon einen sehr starken Charakter haben um den Versuchungen der Macht zu widerstehen. Gott trauen wir das zu.
In diesem Ausschnitt aus dem Vaterunser auf der Südtür der Autobahnkirche kann sich Emil Wachter einen Hinweis nicht verkneifen. Die Macht, und hier spricht er noch nicht einmal von der Allmacht, ist nur Gott zugesprochen, wir haben keinen Anspruch darauf. Es täte uns wohl nicht gut. So sagt er, dass Gott allein und nicht uns die Macht gehört. Im Vaterunser, so wie wir es kennen steht statt der »Macht« das »Reich«. Dieser Begriff ist vorbelastet, selbst wenn wir vom Reich Gottes sprechen. Aber Macht reicht viel weiter als der Begriff des Reiches. Beim Reich denkt man an ein Territorium, die Macht lässt sich auf alle Bereiche ausdehnen und die Allmacht ist unbegrenzt. Wenn wir keinen Anspruch auf Macht erheben und sie allein Gott zusprechen, dann ist das auch die Anerkenntnis dessen, dass wir von (All-)Macht überfordert sind und vielleicht durch diese Macht korrumpiert werden. Man muss schon einen sehr starken Charakter haben um den Versuchungen der Macht zu widerstehen. Gott trauen wir das zu.











