Kaum ein Satz drückt mehr menschliche Sehnsucht aus als der aus dem Vaterunser: »Erlöse uns von dem Bösen!« Es wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass man von dem, was als Böses bezeichnet wird, nicht überwältigt wird, sondern davon befreit wird. Jetzt ist es aber so, dass wir das Böse an sich gar nicht so klar definieren können. Ist es eine Gestalt, wie der Teufel, die uns nachstellt und uns vernichten will? Ist es eine Macht, die der Macht Gottes gegenüber steht und wir uns entweder auf die eine oder andere Seite schlagen müssen? Oder sind wir gar der Kampfplatz, auf dem sich die ewige Schlacht zwischen gut und böse entscheidet? Es ist ein ganzes Bündel an Fragen, die in dieser Bitte des Vaterunsers angerissen werden. Es sind Fragen, auf die wir so schnell auch keine Antwort finden können.
Vielleicht kommen wir dem Ganzen näher, wenn wir fragen, was wir nicht wollen. In unserem Leben werden wir mit vielem konfrontiert, was das Leben gefährdet. Krankheiten und Katastrophen, Kriege und Gewalt bedrohen uns. Wir verwenden viel Energie und Intelligenz darauf, die Elemente zu beherrschen und die Folgen, wenn wir es schon nicht verhindern können, einzudämmen. Die Menschheit hat es immer wieder geschafft, sich diesen Zwängen zu entziehen und Lösungen zu finden, die das Überleben sichern. Dabei war dann nicht das Wohl des Einzelnen im Blick, sondern das Überleben der Menschheit. Wir bitten darum, dass das, was bedrohlich ist, keine Macht über uns gewinnt. So hätten wir immer die Hände frei, um das Leben zu gestalten. Das ist die Sehnsucht, die hinter dieser Vaterunser-Bitte steht. Wir erleben uns selbst als ohnmächtig in diesem ganzen Geflecht. Wir wissen, wie begrenzt unsere Möglichkeiten doch sind. Deshalb geben wir hier ein Stück der Verantwortung ab, die wir gar nicht tragen können und bitten Gott darum, dass er uns davor bewahren möge. Es ist die Bitte des Geschöpfes an den Schöpfer um Schutz und Bewahrung des Lebens. Vielleicht bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.
Vielleicht kommen wir dem Ganzen näher, wenn wir fragen, was wir nicht wollen. In unserem Leben werden wir mit vielem konfrontiert, was das Leben gefährdet. Krankheiten und Katastrophen, Kriege und Gewalt bedrohen uns. Wir verwenden viel Energie und Intelligenz darauf, die Elemente zu beherrschen und die Folgen, wenn wir es schon nicht verhindern können, einzudämmen. Die Menschheit hat es immer wieder geschafft, sich diesen Zwängen zu entziehen und Lösungen zu finden, die das Überleben sichern. Dabei war dann nicht das Wohl des Einzelnen im Blick, sondern das Überleben der Menschheit. Wir bitten darum, dass das, was bedrohlich ist, keine Macht über uns gewinnt. So hätten wir immer die Hände frei, um das Leben zu gestalten. Das ist die Sehnsucht, die hinter dieser Vaterunser-Bitte steht. Wir erleben uns selbst als ohnmächtig in diesem ganzen Geflecht. Wir wissen, wie begrenzt unsere Möglichkeiten doch sind. Deshalb geben wir hier ein Stück der Verantwortung ab, die wir gar nicht tragen können und bitten Gott darum, dass er uns davor bewahren möge. Es ist die Bitte des Geschöpfes an den Schöpfer um Schutz und Bewahrung des Lebens. Vielleicht bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.











