Was Propheten zu sagen haben

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Ein nachdenklicher Mensch, den wir an der Südseite des Elia-Turmes sehen. Es ist einer, der vom Propheten angesprochen wurde und jetzt auf der Suche nach der richtigen Antwort ist. Vorher hat er aber auch zu klären, ob dieser Prophet glaubwürdig ist und er seinen Worten trauen kann. Wir haben heute ein von der Bibel geprägtes Bild von Propheten. Wir sehen in ihnen diejenigen, die das Wort Gottes verkünden, die den Menschen und vor allem den Herrschenden ins Gewissen reden und für die gerechte Sache eintreten. Doch es gibt auch andere Propheten, denen wir nicht so leicht Glauben schenken. Am jüdischen Königshof gab es die sogenannten Hofpropheten, die vom König bezahlt wurden, um den Willen Gottes zu erraten und die Zukunft vorherzusagen. Ob deren Aussagen wirklich immer glaubwürdig waren oder nicht den eigenen Interessen gedient haben? »Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!« sagt das Sprichwort. Und es gibt die Propheten, die die Zukunft vorhersagen sollen, die einem Orakel gleich den Willen Gottes auslegen und den eigenen Unternehmungen einen guten Ausgang bestimmen sollen. Zu diesen gehören die Endzeitpropheten, die erbarmungslos den Untergang der Welt und allen Lebens prophezeien, die Vorhersagen darüber treffen, was mit den Menschen geschehen wird. 
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Einige dieser Propheten setzen auf die Einsicht derer, die ihr Leben neu bedenken, andere sehen nur den nahenden Untergang voraus, vor dem wir nur Angst haben müssen, aus dem es aber keine Rettung mehr gibt. Höchstens eine Erlösung nach dem Tod. Welche Botschaft ist jetzt die richtige? Jede Zeit hatte ihre eigenen Propheten und jede Zeit musste  ihre Antworten auf ihre Botschaft finden. So verändert sich die Botschaft der Propheten, es rücken andere Schwerpunkte in den Fokus, ihre Botschaft kann  je nach Zeit anders ausgelegt werden. Was zählt jetzt? Das, was wir im Gespräch miteinander für unsere Zeit herausfinden, denn Propheten sind nie eindeutig!
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Treue in der Not

Wenn die Frage nach einem unschuldig Leidenden gestellt wird, wird immer Hiob genannt. Er ist aufgrund einer Wette zwischen Gott und dem Teufel zum Spielball der Intrigen des Höllenfürsten geworden. Und das nur, um die Unerschütterlichkeit seines Glaubens auf die Probe zu stellen. Vergessen wird dabei aber seine Frau, die in der Rahmenerzählung nur zweimal erwähnt wird. Sie wird Hiob nicht genommen, sie steht in aller Not treu zu ihm. Sie verliert wie er Hab und Gut, sie verliert ihre Kinder, ihr bleibt am Ende nur neben ihrem Mann in der Asche, in den Trümmern ihres bisherigen Lebens zu sitzen. Im Gegensatz zu Hiob lehnt sie sich aber auf: »9 Seine Frau sagte zu ihm: ›Willst du Gott jetzt immer noch die Treue halten? Verfluche ihn doch und stirb!‹ 10 Aber Ijob antwortete: ›Du redest ohne Verstand wie eine, die Gott nicht ernst nimmt! Wenn Gott uns Gutes schickt, nehmen wir es gerne an. Warum sollen wir dann nicht auch das Böse aus seiner Hand annehmen?‹« (Hiob 2,9-10, Übersetzung Gute Nachricht) Sie lässt sich überzeugen und bleibt treu an der Seite ihres Mannes.
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