Wer von Gott geliebt ist

Bilderwelt 367 ABK Noah-Turm NO - Wer von Gott geliebt ist 1zu5.jpg
In der Welt der Mythen und Märchen geht es niemals gerecht zu. Wir kennen die Geschichte von Kain und Abel, Kinder des ersten Menschenpaares, die von einer großen Ungerechtigkeit erzählt. Beide opferten von ihren Erträgen, Abel als Hirte ein Tier, Kain als Bauer opferte von seinen Feldfrüchten. Beide erhofften sich mit ihrem Opfer, die Gunst Gottes zu erlangen. Ohne dass ein Grund genannt wird, freut sich Gott über das Opfer von Abel, das von Kain missachtet er. Diese Nichtbeachtung ist der Grund dafür, dass Kain seinen Bruder Abel erschlug. So ist der erste Mord geschehen und die Menschheit hatte selbst ihre Unschuld verloren. Doch eine Frage stellt sich: Wie erlangt man die Gunst Gottes? Braucht es ein Tieropfer, am besten das wertvollste Stück Vieh, das man in der Herde hat, um Gott zu gefallen? Geht es um persönliche Vorlieben Gottes, so dass er einzelne willkürlich bevorzugt? Woran erkennt man denn, dass man Gott geliebt ist? Das sind Fragen, die wir modernen Menschen an die jahwistische Urgeschichte stellen und wir werden ihr damit nicht gerecht. Tagtäglich erleben wir Ungerechtigkeiten und sehen Menschen, die scheinbar in der Gunst Gottes stehen, weil ihnen alles gelingt, andere aber immer wieder scheitern.
Diese Frage können wir nicht beantworten. Emil Wachter geht am Noah-Turm einen ganz anderen Weg. 
Bilderwelt 367 Lageplan.jpg
Er stellt diese Frage gar nicht, sondern er zeigt uns Abel als einen Menschen, der so aussehen muss, wie man  von Gott geliebt ist. Wir sehen ein fröhliches, heiteres Gesicht, das den Betrachter anschaut. Von Zufriedenheit bis Selbstgefälligkeit kann man alles hineinlesen. Es ist ein Gesicht, das fast schon provoziert. »Schau mal, ich werde von Gott geliebt, mir geht es so unverschämt gut!« Wahrscheinlich kann man so zufrieden dreinschauen, wenn man diese Erfahrung machen kann. Passiert das häufig? Oder nehmen wir nicht eher das traurige Gesicht dessen an, der vom Schicksal geschlagen ist? Bist du von Gott geliebt? Wie würdest Du dreinschauen, wenn Du von Gott geliebt bist?
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation
Di. 20.10.2026
Kontemplation
Di. 27.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.