Wer von Gott geliebt ist

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In der Welt der Mythen und Märchen geht es niemals gerecht zu. Wir kennen die Geschichte von Kain und Abel, Kinder des ersten Menschenpaares, die von einer großen Ungerechtigkeit erzählt. Beide opferten von ihren Erträgen, Abel als Hirte ein Tier, Kain als Bauer opferte von seinen Feldfrüchten. Beide erhofften sich mit ihrem Opfer, die Gunst Gottes zu erlangen. Ohne dass ein Grund genannt wird, freut sich Gott über das Opfer von Abel, das von Kain missachtet er. Diese Nichtbeachtung ist der Grund dafür, dass Kain seinen Bruder Abel erschlug. So ist der erste Mord geschehen und die Menschheit hatte selbst ihre Unschuld verloren. Doch eine Frage stellt sich: Wie erlangt man die Gunst Gottes? Braucht es ein Tieropfer, am besten das wertvollste Stück Vieh, das man in der Herde hat, um Gott zu gefallen? Geht es um persönliche Vorlieben Gottes, so dass er einzelne willkürlich bevorzugt? Woran erkennt man denn, dass man Gott geliebt ist? Das sind Fragen, die wir modernen Menschen an die jahwistische Urgeschichte stellen und wir werden ihr damit nicht gerecht. Tagtäglich erleben wir Ungerechtigkeiten und sehen Menschen, die scheinbar in der Gunst Gottes stehen, weil ihnen alles gelingt, andere aber immer wieder scheitern.
Diese Frage können wir nicht beantworten. Emil Wachter geht am Noah-Turm einen ganz anderen Weg. 
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Er stellt diese Frage gar nicht, sondern er zeigt uns Abel als einen Menschen, der so aussehen muss, wie man  von Gott geliebt ist. Wir sehen ein fröhliches, heiteres Gesicht, das den Betrachter anschaut. Von Zufriedenheit bis Selbstgefälligkeit kann man alles hineinlesen. Es ist ein Gesicht, das fast schon provoziert. »Schau mal, ich werde von Gott geliebt, mir geht es so unverschämt gut!« Wahrscheinlich kann man so zufrieden dreinschauen, wenn man diese Erfahrung machen kann. Passiert das häufig? Oder nehmen wir nicht eher das traurige Gesicht dessen an, der vom Schicksal geschlagen ist? Bist du von Gott geliebt? Wie würdest Du dreinschauen, wenn Du von Gott geliebt bist?
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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