Rebellen waren einmal jung

Wenn heute Biographien geschrieben werden, dann wird der Kindheit und Jugend der betreffenden Personen großes Augenmerk geschenkt. Was hat sie geprägt, dass aus ihnen das werden konnte, was sie waren? Welche Eigenschaften wurden vererbt, was haben sie durch Erziehung gelernt? Was war Talent? Ob das jetzt Menschen waren, die künstlerisch tätig waren oder Geschichte geschrieben haben, ist dabei nebensächlich. Kindheit und Jugend sind prägend. Sie stellen die Weichen für die Zukunft.  An der Mosetreppe sehen wir eine Darstellung eines jungen Mannes. Es könnte der junge Mose sein, der sich noch ausprobieren muss. Er hat seine Bestimmung noch nicht gefunden. In diesem Flachrelief sehen wir den jungen Mann, der ernst und entschlossen ist, aber noch nicht so recht weiß, wohin es gehen wird. Im Buch Exodus erfahren wir, dass Mose am Hof des Pharao aufgewachsen ist und den Kontakt zu seiner Mutter bewahrt hat. Er wuchs in zwei Welten auf und hat damit unterschiedliche Kulturen kennen gelernt. Er hat es  verstanden, in beiden zu leben. In dieser Zeit hat er erlebt, dass sein Volk, aus dem er stammte, in Unterdrückung gelebt hat. Dagegen hat er sich gewehrt. Als prägendes Ereignis wird geschildert, dass er einen Aufseher erschlug, der einen Israeliten gequält hatte. Daraufhin musste er fliehen, um nicht selbst verurteilt zu werden. 
Der junge Mose steht für alle jungen Menschen, die sich erst noch finden müssen. Er hat noch keine Ahnung von dem, was er bewirken kann, er handelt spontan und aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus. 
Das ist noch nicht sehr überlegt ist. Aber das muss es ja auch nicht. Es ist das Vorrecht junger Menschen, unüberlegt handeln zu können, Fehler zu machen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Nur auf diesem Weg kann Weisheit entwickelt werden. Wie viele Revolutionäre, und als das müssen wir Mose sehen, hat er in seiner Jugend Fehler gemacht, ist dazu gestanden und hat sich weiterentwickelt. Seine Jugend war prägend für ihn. Das dürfen wir nie vergessen und je mehr wir den jungen Mose beachten, umso größer wird dann der alte Führer seines Volkes.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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