Handlungsfähig

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Der Wunsch eines jedes Menschen ist es, so lange wie möglich handlungsfähig zu bleiben und so wenig wie nötig auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Wenn man erst einmal seine Hände nicht mehr gebrauchen kann, zeitweilig oder auf Dauer, weiß man, wie schwierig das auszuhalten ist. Handlungsfähigkeit gehört zu den wichtigsten Errungenschaften unserer Kultur. Ihr opfern wir so manches und nehmen viel in Kauf, damit es so bleibt. Ob das jetzt in der Vorsorge ist oder in therapeutischen Prozessen, immer wieder geht es darum, möglichst schnell und umfassend wieder ins Handeln zu kommen. Wir machen dies nicht nur sinnbildlich an der Hand fest, denn mit den Händen beweisen wir unsere Handlungsfähigkeit. Auch das Gegenteil kennen wir, und auch da sind die Hände im Spiel. Wenn man die Hände in den Schoß legt, dann möchte man freiwillig nichts mehr tun. Wenn einem die Hände gebunden sind, dann ist man gezwungen, nichts mehr zu tun. Eine Möglichkeit, zumindest nicht tatkräftig die Handlungsfähigkeit zu beweisen, ist es, die Hände zu falten und zu beten. Hier gibt man der Hoffnung Ausdruck, dass jemand anderes das Handeln an sich reißt. 
Die Hand am Elia-Turm der Autobahnkirche scheint all das auszudrücken. Es ist eine einzelne Hand, die auf eine andere Hand angewiesen ist. 
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Es ist eine Hand, die sich nach oben reckt, es ist eine Hand, die noch nicht gebunden ist, die sich noch frei bewegen kann. Es ist eine Hand, der die andere Hand fehlt, dass sie gefaltet werden kann. Eine freie Hand, der noch alle Möglichkeiten offenstehen. Es ist eine Hand, die im wahrsten Sinn des Wortes voll handlungsfähig ist. Glücklich der Mensch, dem das gegeben ist. Das ist eine Hilfe, die wir annehmen können und auf die wir vertrauen können. Elia macht es vor, er zeigt seine Hand. Und wo ist deine?
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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