Handlungsfähig

Bilderwelt 360 ABK Elia-Turm S - Handlungsfaehig 1zu5.jpg
Der Wunsch eines jedes Menschen ist es, so lange wie möglich handlungsfähig zu bleiben und so wenig wie nötig auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Wenn man erst einmal seine Hände nicht mehr gebrauchen kann, zeitweilig oder auf Dauer, weiß man, wie schwierig das auszuhalten ist. Handlungsfähigkeit gehört zu den wichtigsten Errungenschaften unserer Kultur. Ihr opfern wir so manches und nehmen viel in Kauf, damit es so bleibt. Ob das jetzt in der Vorsorge ist oder in therapeutischen Prozessen, immer wieder geht es darum, möglichst schnell und umfassend wieder ins Handeln zu kommen. Wir machen dies nicht nur sinnbildlich an der Hand fest, denn mit den Händen beweisen wir unsere Handlungsfähigkeit. Auch das Gegenteil kennen wir, und auch da sind die Hände im Spiel. Wenn man die Hände in den Schoß legt, dann möchte man freiwillig nichts mehr tun. Wenn einem die Hände gebunden sind, dann ist man gezwungen, nichts mehr zu tun. Eine Möglichkeit, zumindest nicht tatkräftig die Handlungsfähigkeit zu beweisen, ist es, die Hände zu falten und zu beten. Hier gibt man der Hoffnung Ausdruck, dass jemand anderes das Handeln an sich reißt. 
Die Hand am Elia-Turm der Autobahnkirche scheint all das auszudrücken. Es ist eine einzelne Hand, die auf eine andere Hand angewiesen ist. 
Bilderwelt 360 Lageplan.jpg
Es ist eine Hand, die sich nach oben reckt, es ist eine Hand, die noch nicht gebunden ist, die sich noch frei bewegen kann. Es ist eine Hand, der die andere Hand fehlt, dass sie gefaltet werden kann. Eine freie Hand, der noch alle Möglichkeiten offenstehen. Es ist eine Hand, die im wahrsten Sinn des Wortes voll handlungsfähig ist. Glücklich der Mensch, dem das gegeben ist. Das ist eine Hilfe, die wir annehmen können und auf die wir vertrauen können. Elia macht es vor, er zeigt seine Hand. Und wo ist deine?
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Gargolien

Wir kennen unzählige von ihnen und haben sie auch schon oft gesehen. Von alten gotischen Kathedralen blicken sie auf die Menschen in Form von Wasserspeiern, Brüstungen und als Zierwerk herab. Sie haben unterschiedliche Formen und Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal Teufel, mal mit einer dämonischen Fratze, mit Flügeln und aufgerissenen Mündern, zähnefletschend und scheinbar laut schreiend. Die Rede ist von Gargolien, die heute zwar beliebte Fotomotive sind, aber warum es sie gibt, ist weniger bekannt. Wir wundern uns darüber, was diese Früchte des Aberglaubens an einer Kirche verloren haben. Und in der Autobahnkirche taucht mindestens eine von diesen Gestalten in der Krypta auf. Grund genug, um über dieses Relikt abendländischer Geistesgeschichte nachzudenken. 
Die Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten vor ihrer Umwelt Angst. Der Teufel trieb sein Unwesen, man musste sich hüten, nicht in seine Fänge zu geraten. Dämonen waren überall. Hinter jeder Ecke konnte der Verführer lauern und locken oder erschrecken. Göttliche Mächte standen mit den bösen in einem ständigen Kampf, die Seelen der Menschen sollten die Beute sein, das Leben der Menschen war der Kampfplatz.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 07.07.2026
Kontemplation
Di. 14.07.2026
Kontemplation
Di. 21.07.2026
Kontemplation
Di. 28.07.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.