Menschen haben Angst vor dem, was ihnen im Leben widerfahren kann. Mit der Angst werden uralte Instinkte aktiviert, die früher das Überleben gesichert haben, heute aber oft das Gegenteil bewirken. Man weiß, dass Handeln, das von der Angst geleitet wird, selten zu nachhaltigen Ergebnissen führt und vorhandene Probleme eher verschärft, als dass sie gelöst werden. Das Besondere bei Ängsten ist, dass sie nicht einfach verschwinden. Sie sind da und lassen sich selten effektiv bekämpfen. Die Frage ist dann nicht die, wie wir die Ängste beseitigen, denn das können wir nicht. Eher geht es darum, diese Ängste zum Thema zu machen und zu lernen, gut mit ihnen umzugehen. Ich sehe den wichtigen Beitrag von Religionen darin, dass sie uns zeigen, wie wir mit unseren Ängsten umgehen können und wie wir sie sogar fruchtbar machen können, um ein gelungenes Leben zu führen. Es kommt darauf an, mit ihnen zu leben.
Am Johannes-Turm der Autobahnkirche sehen wir eine eigenartige, sehr geheimnisvolle Darstellung, die man als Antwort von Emil Wachter auf die Ängste sehen kann. Oben sehen wir einen schreienden Kopf, unten einen niedergedrückten. Beides sind Bilder der Angst. Das unkontrollierte Schreien und Agieren und das resignative Sich-Niederwerfen. Es gibt sicherlich noch viele andere, wenig hilfreiche Reaktionen. Verbunden werden diese beiden Köpfe durch einen ausgestreckten Arm mit zwei Händen. Diese nehmen die Angst nicht weg, sondern berühren zärtlich die beiden Köpfe. Hier sehe ich die Antwort auf die Angst: Die liebevolle und zärtliche Berührung, die Sprache der Liebe. Diese beiden Hände drücken unsere Sehnsucht nach Nähe und Liebe aus, die uns genauso prägt wie unsere Ängste. Doch während die Ängst uns eher verschließen, öffnet die Sehnsucht einen Raum, in den hinein ich mich entwickeln kann. Wenn wir uns unserer Sehnsüchte bewusst werden, dann können wir den Fokus von der Angst wegnehmen. Die Sehnsucht bringt uns dem Leben näher, auch wenn sie so irrational wie die Angst ist. Doch sie richtet uns neu aus. Stellen wir uns unseren Ängsten und werden uns der Sehnsüchte bewusst.
Am Johannes-Turm der Autobahnkirche sehen wir eine eigenartige, sehr geheimnisvolle Darstellung, die man als Antwort von Emil Wachter auf die Ängste sehen kann. Oben sehen wir einen schreienden Kopf, unten einen niedergedrückten. Beides sind Bilder der Angst. Das unkontrollierte Schreien und Agieren und das resignative Sich-Niederwerfen. Es gibt sicherlich noch viele andere, wenig hilfreiche Reaktionen. Verbunden werden diese beiden Köpfe durch einen ausgestreckten Arm mit zwei Händen. Diese nehmen die Angst nicht weg, sondern berühren zärtlich die beiden Köpfe. Hier sehe ich die Antwort auf die Angst: Die liebevolle und zärtliche Berührung, die Sprache der Liebe. Diese beiden Hände drücken unsere Sehnsucht nach Nähe und Liebe aus, die uns genauso prägt wie unsere Ängste. Doch während die Ängst uns eher verschließen, öffnet die Sehnsucht einen Raum, in den hinein ich mich entwickeln kann. Wenn wir uns unserer Sehnsüchte bewusst werden, dann können wir den Fokus von der Angst wegnehmen. Die Sehnsucht bringt uns dem Leben näher, auch wenn sie so irrational wie die Angst ist. Doch sie richtet uns neu aus. Stellen wir uns unseren Ängsten und werden uns der Sehnsüchte bewusst.













