Tiere retten

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Mit Bildern von Tieren lässt sich viel bewegen. Wenn es dann noch um Tiere geht, die aus großer Not gerettet werden, dann kennt die Unterstützung kaum Grenzen, wir fühlen mit den leidenden Kreaturen manchmal mehr mit als wenn Menschen leiden. Das liegt auch daran, weil in den Medien das Leid von Tieren gezeigt wird, es sich aber verbietet, Menschen in großem Leid zu zeigen oder gar in Todesgefahr. Die Nordseite des Noah-Turmes bei der Autobahnkirche ist den Tieren gewidmet, die die Katastrophe der Sintflut durch das Eingreifen Noahs überlebt haben. Neben den Menschen natürlich auch die Tiere. In der Geschichte von der Sintflut werden von allen Tieren jeweils ein Paar gerettet, damit die Fortpflanzung gewährleistet ist. Wir denken dann sofort an die Großtiere, die in der Natur vorkommen. Sie können ja nichts für die Vergehen der Menschheit. Warum sollen sie sterben, obwohl sie kein Unrecht begangen haben. Wir haben aber nicht so sehr die Tiere im Blick, die zu unseren Haushalten gehören. Sie sind nicht so spektakulär. Stellvertretend für diese Tiere, die selbstverständlich auch gerettet werden, steht das Katzenpaar. Sie stehen für alle die Tiere, die in unserem Umfeld Leid ertragen müssen, sei es dass sie zur Nahrungsproduktion dienen - allein dieser Begriff regt zum Nachdenken an - oder als Haustiere gehalten werden unter Bedingungen, die alles andere als artgerecht sind. 
Das Projekt der Arche Noah ist ein Versuch, nicht nur die Menschheit und ihre Zivilisation zu retten, sondern auch das ganze Umfeld mit einzubeziehen. Da wird es aktuell! Wir können uns darüber streiten, welche Vorstellung von Gott hinter einer Sintflut steht, die alles Leben vernichtet, aber wir können unsere Augen nicht davor verschließen, dass die Natur mit ihrer Tier und Pflanzenwelt bedroht ist durch 
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Naturkatastrophen und durch das Wirken der Menschen. Wir müssen uns fragen, wie wir sie schützen und gegebenenfalls retten. Hier sind wir gefragt. Nicht nur für die Tiere, die medial im Mittelpunkte des Interesses stehen, sondern auch die, die wir in unseren Alltag hereingeholt haben. Wir stehen in der Gefahr, sie zu vermenschlichen, ihr Lebensumfeld dem unseren anzupassen. So tragen wir dazu bei, dass sie nicht so leben, wie sie es sollten. Es heißt aber auch, dass wir überlegen müssen, was die Tiere und Pflanzen brauchen, dass sie leben und überleben können.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Gargolien

Wir kennen unzählige von ihnen und haben sie auch schon oft gesehen. Von alten gotischen Kathedralen blicken sie auf die Menschen in Form von Wasserspeiern, Brüstungen und als Zierwerk herab. Sie haben unterschiedliche Formen und Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal Teufel, mal mit einer dämonischen Fratze, mit Flügeln und aufgerissenen Mündern, zähnefletschend und scheinbar laut schreiend. Die Rede ist von Gargolien, die heute zwar beliebte Fotomotive sind, aber warum es sie gibt, ist weniger bekannt. Wir wundern uns darüber, was diese Früchte des Aberglaubens an einer Kirche verloren haben. Und in der Autobahnkirche taucht mindestens eine von diesen Gestalten in der Krypta auf. Grund genug, um über dieses Relikt abendländischer Geistesgeschichte nachzudenken. 
Die Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten vor ihrer Umwelt Angst. Der Teufel trieb sein Unwesen, man musste sich hüten, nicht in seine Fänge zu geraten. Dämonen waren überall. Hinter jeder Ecke konnte der Verführer lauern und locken oder erschrecken. Göttliche Mächte standen mit den bösen in einem ständigen Kampf, die Seelen der Menschen sollten die Beute sein, das Leben der Menschen war der Kampfplatz.
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