Menschengemachte Katastrophe

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Seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wird es mehr und mehr bewusst, dass wir Menschen in der Lage sind, unseren Planeten zu zerstören. Zum einen mit Waffen in einer kriegerischen Auseinandersetzung, aber auch schleichend durch unseren Umgang mit Technik und den natürlichen Ressourcen. Wurde in früheren Zeiten immer nur ein kleiner Teil der Erde zerstört, der sich meistens langsam erholen konnte, ist die Moderne davon geprägt, dass global zerstört wird und so unwiederbringliche Güter, Pflanzen und Tiere der Erde verschwinden. Der Mensch löst mit seinen selbstgemachten Katastrophen eine neue Entwicklung aus, deren Geschwindigkeit er nicht mehr kontrollieren kann und die ihm mehr und mehr aus den Händen gleitet.
Der zerbrochene Öltanker steht als Symbol für diese neu gewonnene, fragwürdige Fähigkeit, die wir haben. Es ist der Mensch und seine technischen Errungenschaften, die die Erde zerstören. Seit den siebziger Jahren, in denen Emil Wachter den Noah-Turm gestaltete, sind viele Bedrohungen dazugekommen. Atomkraftwerke, Luftverschmutzung, Anstieg der Erderwärmung, Abholzen von Regenwäldern, Versiegelung natürlicher Bodenflächen, wachsender Verkehr durch Wirtschaft und Tourismus. Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Mit diesen Veränderungen lösen wir die Katastrophen aus, die unser Leben bedrohen. Wir dürfen uns nicht aus der Verantwortung stehlen. 
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Waren beispieksweise Hungersnöte früher reine Launen der Natur, können wir heute nicht von der Hand weisen, dass auch unser Handeln einen Teil dazu beigetragen hat. Bei Verschmutzungen und atomarer Verseuchung wissen wir, dass wir verantwortlich sind. Ich glaube, wir müssen uns dessen bewusst sein, dass wir so auf unsere Welt wirken. Ob wir etwass verändern können als kleines Rädchen, die wir sind? Vielleicht kommt es auf den Versuch an. Wenn wir nichts verändern, werden die menschengemachten Katastrophen immer größer und nehmen zu und führen in den Untergang!.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Gargolien

Wir kennen unzählige von ihnen und haben sie auch schon oft gesehen. Von alten gotischen Kathedralen blicken sie auf die Menschen in Form von Wasserspeiern, Brüstungen und als Zierwerk herab. Sie haben unterschiedliche Formen und Gestalten, mal halb Mensch, halb Tier, mal Teufel, mal mit einer dämonischen Fratze, mit Flügeln und aufgerissenen Mündern, zähnefletschend und scheinbar laut schreiend. Die Rede ist von Gargolien, die heute zwar beliebte Fotomotive sind, aber warum es sie gibt, ist weniger bekannt. Wir wundern uns darüber, was diese Früchte des Aberglaubens an einer Kirche verloren haben. Und in der Autobahnkirche taucht mindestens eine von diesen Gestalten in der Krypta auf. Grund genug, um über dieses Relikt abendländischer Geistesgeschichte nachzudenken. 
Die Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit hatten vor ihrer Umwelt Angst. Der Teufel trieb sein Unwesen, man musste sich hüten, nicht in seine Fänge zu geraten. Dämonen waren überall. Hinter jeder Ecke konnte der Verführer lauern und locken oder erschrecken. Göttliche Mächte standen mit den bösen in einem ständigen Kampf, die Seelen der Menschen sollten die Beute sein, das Leben der Menschen war der Kampfplatz.
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