Wenn man es nur wüsste

Bilderwelt 332 ABK Moseturm SO - Symbol Gottes 1zu5.jpg
Es ist ein eigenartiges Symbol, das man an der Südostecke am Mose-Turm sehen kann. Ein doppelter Kreis umschließt ein Kreuz. In jedem Feld sehen wir einen Halbkreis mit einem Punkt. Die Bedeutung erschließt sich nicht, auch wenn man den Zusammenhang betrachtet. Man sieht dann Mose, der sich auf den Boden wirft. Emil Wachter schreibt dazu: »Mose muss sich unterwerfen.« Das kann man aus der Haltung des Mose schließen. Aber unter was und wieso? Mose ist ein Mensch, der Selbstzweifel hat. Er hat mühsam gelernt selbstbewusst aufzutreten, einem ganzen Volk gegenüber zu treten, es zurecht zu weisen, ihm aber auch als wegkundiger Führer vorauszugehen. Er überbringt ihnen das Gesetz Gottes, er selbst wagt es, Gott »ins Gesicht zu schauen«. Er hat keinen Grund, sich kleinzumachen. Doch er darf am Ende nicht in das Land gehen, in das er sein Volk geführt hat. Er sieht es aus der Ferne bevor er stirbt.
Mose muss sich unterwerfen. Ist es der Wille des Volkes, das ihn immer wieder herausgefordert und mit dem er Kompromisse schließen muss? Ist es sein Bruder Aaron, der immer wieder andere Wege geht? Oder ist es der Wille Gottes, dem er sich unterordnen muss. Die Geschichte aus der Tora legt es nahe, dass es der 
Bilderwelt 332 Lageplan.jpg
Wille Gottes ist, dem er sich unterstellt. Aber wie erkennen wir in diesem Symbol Gott? Das Sonnenrad, das Kreuz in einem Kreis wäre ein Hinweis darauf. Als Lichtsymbol, als Sonne haben wir immer wieder die Verbindung mit Gott vor Augen. Doch dann stören die Halbkreise und die Punkte, die die vier Viertelstücke ausfüllen. Wie man es auch dreht und wendet, eine letztgültige Antwort ist nicht möglich. Wahrscheinlich müssen wir dieses Symbol länger betrachten und schauen, was es in uns auslöst. Es könnte sogar sein, dass wir eine Lösung, die jetzt schlüssig erscheint, in einem Tag schon wieder verwerfen müssen. Das spricht dann doch dafür, dass wir es hier mit einem Symbol für Gott zu tun haben. Es ist in direkter Betrachtung das Geheimnis Gottes, das wir nicht ergründen können. Es steht für unsere Ratlosigkeit, mit der wir Gott suchen und über Gott nachdenken. Belassen wir es dabei. Lernen wir, mit dem Geheimnisvollen zu leben.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation
Di. 20.10.2026
Kontemplation
Di. 27.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.