Das Doppelgesicht auf der linken Seite der Haupttreppe, das man sieht, wenn man die Kirche verlässt, provoziert zu ungewöhnlichen Gedanken. Wir sehen hier möglicherweise zwei Seiten des Menschen, eine, die nach unten blickt und alles erschließt, was ist, die andere die nach oben ausgerichtet ist, aber ohne Hilfe von oben nicht bestehen kann. Im Gedicht »Grenzen der Menschheit« benennt Johann Wolfgang Goethe diese zwei Seiten des Menschen: »Hebt er sich aufwärts und berührt mit dem Scheitel die Sterne, nirgends haften dann die unsichern Sohlen, und mit ihm spielen Wolken und Winde. Steht er mit festen, markigen Knochen auf der wohlgegründeten dauernden Erde, reicht er nicht auf, nur mit der Eiche oder der Rebe sich zu vergleichen.« Was Goethe hier beschreibt ist die erbärmliche Seite des Menschen. Ganz gleich wohin er sich orientiert, nach oben oder nach unten, er wird scheitern und an den großen Ansprüchen zerbrechen.
Doch es gibt zum Glück auch eine andere Sichtweise: Der Mensch, der sich durch Beobachtung die Welt erschließt, kann dies mit einer Sorgfalt und Neugier tun, die seinesgleichen sucht. Es ist die Gabe, sich in der Welt zurechtzufinden, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Wir erobern uns diese Welt und nehmen sie mehr und mehr in Besitz. Größer geht es nicht. Aber wir blicken auch nach oben, dorthin, wo der Himmel ist. Wir suchen nach Sinn, strecken unsere Hände aus und sind froh, wenn wir kleine Zeichen bekommen. Mit einer helfenden Hand, das sind Menschen, die uns auf diesem Weg begleiten, ist das zu leisten. Die Geschichte hat gezeigt, zu was Menschen auf diesem Weg erfahren konnten.
Und jetzt? Wir haben dieses doppelte Gesicht, wir sind nach oben, in die spirituelle Welt ausgerichtet und nach unten, auf unsere materielle Welt. Beides macht uns aus. Wir sind doppelgesichtige Wesen, wir können beides. Es liegt an uns, ob wir uns erbärmlich oder grandios dabei fühlen. Die Wahrheit und unser Handeln liegt wohl irgendwo in der Mitte. Wenn wir diesen Weg finden, dann sind wir nicht zu devot aber auch nicht zu überheblich, um unseren Weg zwischen Himmel und Erde gut zu gehen.
Doch es gibt zum Glück auch eine andere Sichtweise: Der Mensch, der sich durch Beobachtung die Welt erschließt, kann dies mit einer Sorgfalt und Neugier tun, die seinesgleichen sucht. Es ist die Gabe, sich in der Welt zurechtzufinden, Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Wir erobern uns diese Welt und nehmen sie mehr und mehr in Besitz. Größer geht es nicht. Aber wir blicken auch nach oben, dorthin, wo der Himmel ist. Wir suchen nach Sinn, strecken unsere Hände aus und sind froh, wenn wir kleine Zeichen bekommen. Mit einer helfenden Hand, das sind Menschen, die uns auf diesem Weg begleiten, ist das zu leisten. Die Geschichte hat gezeigt, zu was Menschen auf diesem Weg erfahren konnten.
Und jetzt? Wir haben dieses doppelte Gesicht, wir sind nach oben, in die spirituelle Welt ausgerichtet und nach unten, auf unsere materielle Welt. Beides macht uns aus. Wir sind doppelgesichtige Wesen, wir können beides. Es liegt an uns, ob wir uns erbärmlich oder grandios dabei fühlen. Die Wahrheit und unser Handeln liegt wohl irgendwo in der Mitte. Wenn wir diesen Weg finden, dann sind wir nicht zu devot aber auch nicht zu überheblich, um unseren Weg zwischen Himmel und Erde gut zu gehen.













