Die dunkle Seite der Macht

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Wie soll man mit der Macht, die Menschen in Händen haben, umgehen? Gibt es eine für alle verbindliche Maßgabe? Das ist schwierig und die meisten Geschichten, die erzählt werden, drehen sich nach der Liebe um das Thema Macht und Missbrauch der Macht. In Romanen und Filmen, in Opern und Theaterstücken ist die Frage, wie die Macht von einer hellen zu einer dunklen Seite kippt, ein wichtiges Gestaltungselement, das uns interessiert und fesselt. Macht fasziniert, weil man, wenn man sie hat, gestalten kann. Macht hilft dabei, kreativ und schöpferisch tätig zu sein. So verstanden bringt sie die Menschen weiter und eröffnet allen diese Möglichkeiten. Wenn sie aber dazu eingesetzt wird, die eigenen Interessen bedingungslos durchzusetzen, dann stellt sie sich mehr und mehr auf die dunkle Seite. In Kriegszeiten und -gebieten kleiden sich diese Soldaten in schwarze Kleider und geben sich sogar Namen, in denen das schwarze auftaucht. Das Dunkle, das Schwarze verbreitet Schrecken. Das kommt auch daher, weil hinter der dunklen Fassade jede Menschlichkeit verschwindet. Aus Menschen werden schwarze Gestalten, die Furcht und Schrecken verbreiten. Es ist nicht mehr möglich, sie differenziert wahrzunehmen, sie erscheinen unnahbar und angsteinflößend.
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Wenn von der Macht erzählt wird, dann wird an Ängste von uns Menschen gerührt. Wir kennen die Verführung durch Macht und bleiben doch verführbar. Wir haben Angst davor und doch übt sie auch eine Faszination aus, der wir uns  sich nicht entziehen können. Wenn in der Autobahnkirche in der Nordseite beim Kindsmord von Betlehem ein schwarzer Soldat auftaucht, dann steht genau dieser angsteinflössende Vertreter der dunklen Seite vor uns. Er hat seine Entscheidung getroffen, er steht auf der dunklen Seite, aber stellt auch eine Frage an den Betrachtenden: »Auf welcher Seite stehst Du? Bist Du durch die Faszination der Macht verführbar? Was würdest Du tun, um wirklich mächtig zu sein?« Und alles gipfelt in der alles entscheidenden Frage: »Wie gehst Du mit der Macht um, die Du hast?«
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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