Gott ruht sich aus

Bilderwelt 316 ABK Fenster N - Gott ruht sich aus 1zu5.jpg
Gottes Thron ist leer. So sieht man ihn in der Fensterfront an der Nordseite der Autobahnkirche. Ob und warum er leer ist, dazu können wir ausgiebig spekulieren. Auf jeden Fall ist dieser Thron ein Zeichen für die Gegenwart Gottes und ein ganz besonderes dazu. Normalerweise ist ein Stuhl oder Sessel ein Ort, an dem man es sich gemütlich macht, ein Thron ist das weniger. Aber nehmen wir doch mal an, Gott braucht solch einen Stuhl, um sich auszuruhen. Gott hat das nötig, so wird es nämlich für den siebten Schöpfungstag berichtet: »Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte.« (Genesis 2,2-3, Übersetzung Gute Nachricht). Der Thron wäre als Ort denkbar, damit Gott sich ausruhen kann. Das Ausruhen, mit dem in der deutschen Übersetzung gearbeitet wird, kann man auch als zurückziehen deuten. Nicht im Sinne von »Das geht mich nichts mehr an!«, sondern eher »Ich mache mal Pause!«.
Wenn Gott ausruhen muss, dann ist das ein ermutigendes Zeichen, denn es beschreibt eine Eigenschaft Gottes, die wir uns näher anschauen können. Wenn ich mich zurückziehe, dann entziehe ich mich allem, was mich zur Leistung anstachelt. Gott muss nicht ständig herrschen, Gott muss nicht immer kontrollieren. Gott muss nicht immer schöpferisch tätig sein. 
Bilderwelt 316 Lageplan.jpg
Gott kann es sich leisten, auch einmal abwesend zu sein, frei zu haben, Urlaub zu machen. Gott hat keine Angst, dass alles zusammenbricht, wenn mal nicht alle Fäden in seinen oder ihren Händen zusammenlaufen. So sehe ich es auch für mich. Wenn ich mal nicht in vorderster Front tätig bin, dann bedeutet das ja nicht, dass ich ganz weg bin. Ich bin immer noch da, aber nicht so präsent, dass man mich immer sieht. Das möchte ich auch Gott gerne zugestehen. Für mich ist es eine Einladung,  selbst mal abwesend sein zu können. Dafür könnte ja der siebte Tag hilfreich sein. Auf jeden Fall können wir uns hier am Beispiel Gottes orientieren: »Mach's wie Gott und mach mal Pause, ruh dich aus!«
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation
Di. 20.10.2026
Kontemplation
Di. 27.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.