Heilige Geistkraft kommt zu dir

Die Szene der Verkündigung an Maria, die wir in der Krypta der Autobahnkirche sehen, ist sehr dynamisch dargestellt. Der Engel kommt auf Maria zu, er streckt ihr die geöffneten Hände entgegen und ist selbst noch in der Bewegung auf sie zu. Es ist eine sehr intime Begegnung, die beiden sind für sich allein und geben sich der Erfahrung voll und ganz hin. Während der Engel voller Bewegung ist, steht Maria ruhig da, sie ist nicht statisch, sie scheint nur kurz in ihrer Bewegung verharrt. Es ist hier der Moment der Empfängnis gezeigt, in der beides, Ruhe und Bewegung, einen Platz hat.
Wenn man sich alte Darstellungen dieser Szenerie anschaut, dann kommt zum Engel meist noch der Heilige Geist in Gestalt einer Taube dazu. Hier fehlt ein eigenes Symbol für diese Geistkraft, aber sie ist in der Dynamik des Engels gegenwärtig und spürbar. Allein schon in den ausgestreckten Armen wird diese Kraft deutlich sichtbar. Es ist noch etwas besonderes in dieser Szene. Der Engel tritt Maria nicht gegenüber, sondern er wächst zu ihr empor. Er kommt nicht vom Himmel herab, er springt gleichsam aus der Erde heraus . 
Wenn er die Bewegung zu Ende geführt hat, dann ist er auf Augenhöhe mit Maria und verschmilzt mit ihr. Die Geistkraft kommt hier nicht über Maria, sondern sie kommt zu ihr, sie wächst zu ihr empor um schließlich eins mit ihr zu werden. Zudem wird der Engel sehr männlich dargestellt. Er drückt Kraft und Bewegung aus. Wenn beide verschmelzen entsteht das, was wir als »Erlöser« bezeichnen. In Maria bekommt Christus Raum durch die Begegnung, durch das Einswerden von Engel und Maria. Wenn Irdisches und Göttliches eins werden, dann entsteht etwas wirklich Neues, dann wird Christus Fleisch. Wo Bewegung und Ruhe zu Einem werden, dort geschieht Erlösung. Es geht nicht auf Kosten des Einen oder Anderen, sondern dadurch, dass beide verschmelzen, geschieht Neues und wird Neues.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.