Wenn der Mond brennt

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Der Zyklus mit den Fenstern aus der Apokalypse weist auf eine neue Welt hin und ist eine Vision für die Zukunft. Sie gipfelt im Fenster an der Westseite mit dem Lamm im Mittelpunkt. Unten rechts dieser beeindruckenden Vision sieht man einen kleinen zunehmenden Mond, der in Flammen steht. Warum brennt der Mond und warum brennt er blau? Die Farbe Blau taucht in der Autobahnkirche immer dann auf, wenn das Irdische betont wird. Der Mond brennt im irdischen Feuer, es ist ein kaltes, unwirkliches Feuer. Erst weiter rechts sehen wir rote Flammen, die für das menschliche Leben stehen. Der Mond in Flammen hat nichts Romantisches an sich, es ist ein Zeichen der Krise, er steht für die Zerstörung der Natur und des ganzen Kosmos. Es gibt auch das neutrale, weiße Licht, in dem der Mond strahlt und nach außen hin strahlt, das auf seinen Ursprung hinweist.
In den apokalyptischen Beschreibungen aller Religionen fallen die Gestirne vom Himmel, sie wandeln sich. Wenn sie vorher das Leben ermöglicht haben und die Zeiten regelten, so werden sie jetzt zur Bedrohung und löschen das Leben aus. Wenn sie nicht mehr am Himmel stehen, dann ist die Welt auch nicht mehr das, was sie einmal war. Der ganze Kosmos, in den wir eingebettet waren, hat sich verändert - und damit auch wir selbst. Der Ort des Lebens ist jetzt ein Ort des Untergangs. Der Himmel ist uns im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gefallen. Wie können wir mit solchen Vorstellungen umgehen? Vielleicht haben wir heute andere Vorstellungen davon, wie die Welt untergeht, aber sie unterscheiden sich nicht sonderlich von denen aus der Apokalypse. 
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Wir kommen nicht darum herum, uns damit auseinanderzusetzen. Ob es jetzt der eigene persönliche Tod ist oder der Untergang den der ganzen Menschheit, immer geht es um das Ende und um das, was danach kommt. Nicht die Zerstörung ist das Ziel, sondern der Himmel, die Erlösung, die dann kommt. Diese neue  Welt soll eine bessere Welt sein. Damit es so weit kommt, muss das Alte vernichtet werden. Ob das ein schmerzlicher, schrecklicher Prozess wird oder ob wir mitgestalten können, dass er zu unserem Heil wird, ist die Frage, die wir beantworten müssen und können.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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