Weg mit dem!

Bilderwelt 302 ABK Fenster S - Abtransport 1zu5.jpg
Man muss schon sehr genau hinschauen, um das dunkelgrüne Auto im südlichen Fenster der Autobahnkirche zu entdecken. Die Scheinwerfer leuchten in die Dunkelheit, aber das andere sieht man fast nicht. Es ist das Fahrzeug der Gestapo, der Staatssicherheit, des Geheimdienstes oder anderer Organisationen, die das helle Tageslicht scheuen. Ihnen fallen Menschen zum Opfer fallen. Sie werden heimlich abtransportiert. Und auf diese Heimlichkeit wird größter Wert gelegt. Es könnte ja Reaktionen der Solidarität provozieren, vor allem werden Fragen gestellt, die schwer zu beantworten sind. Und je heimlicher, umso mehr Angst wird geschürt. 
Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass unsere Technik dabei hilft, Menschen möglichst unauffällig verschwinden zu lassen: Die dunklen Fahrzeuge, die in der Nacht vorfahren, wenn andere schlafen. Die Menschen in langen Ledermänteln und breitkrempigen Hüten, die alle individuellen Gesichtszüge und Körperformen verbergen. Die Opfer, die verhaftet werden, wenn niemand es mitbekommt. Die Menschen, die ganz plötzlich verschwunden sind. Für all das steht dieses fast unsichtbare Fahrzeug. Es ist das anonyme Zeichen für eine diktatorische Staatsmacht, die sich der unliebsamen Kritiker heimlich entledigt. Es ist ein Zeichen der Unterdrückung, so dass man sich, wenn sie auftauchen, abwendet und hofft, dass man selbst ungeschoren davon kommt.
Gerade hier sind wir gefragt. Es ist die Wachsamkeit, die verhindert, dass Menschen heimlich verschwinden. Je mehr Menschen beseitigt werden, umso schwieriger ist es, Widerstand zu leisten. Je mehr wir bemerken und je mehr wir öffentlich machen, um so 
Bilderwelt 302 Lageplan.jpg
weniger Menschen werden weggeschafft und heimlich weggesperrt, gefoltert und getötet. Wir leben hier bei uns in einigermaßen sicheren Verhältnissen, aber weltweit sieht das anders aus. Wir erfahren immer wieder von Menschen, die abgeholt wurden, die verschwunden sind, von denen man bestenfalls noch Überreste findet, wenn überhaupt. Hier sind wir gefragt. Die Fahrzeuge, die nachts kommen und heimlich wieder abfahren, müssen verhindert werden! Es darf nicht mehr so sein, dass Menschen einfach so weggebracht und entsorgt werden, wenn sie missliebig sind. Es ist in unser aller Interesse. Sind wir so mutig und helfen mit?
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.