Die Hand des Engels

Wer wäre nicht gerne von einem Engel angerührt? Wer ließe sich nicht gerne von einem Engel an die Hand nehmen, damit er gut und sicher durchs Leben geleitet wird? Wir kennen den Schutzengel, zu dem Kinder früher gebetet haben, damit sie beschützt werden. Diese leitende, führende und schützende Figur ist ein großartiges Bild dafür, wie wir uns ein gutes und sicheres Leben vorstellen. An der Ostseite der Fenster in der Autobahnkirche sehen wir einen Engel der Apokalypse, der seine Hand ausstreckt. Emil Wachter zeigt eine geöffnete linke Hand, die wir nur ergreifen müssen, um in den Genuss des Schutzes und der Sicherheit zu kommen. Mehr brauchen wir gar nicht zu tun. Wirklich?
Der Engel ist der verlängerte Arm Gottes, als Bote oder als Beschützer. Wir trauen auch als moderne Menschen den Engeln mehr zu als einer wie auch immer gearteten göttlichen Macht. Wir umgeben uns gerne mit Engelsfiguren, selbst wenn wir uns nicht als besonders religiös bezeichnen. Engel haben in unserer technisierten Welt Hochkonjunktur. Sie werden als kleine Figuren, auf Bildern und in Filmen immer wieder gezeigt und verweisen uns darauf, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir sehen können. Vielleicht stehen die Engel, diese Wesen zwischen Himmel und Erde, für diese Erfahrung. Wir können nicht ohne diese Erfahrung leben, weil sie eine Antwort auf unsere Sehnsucht nach einer heilen Welt, nach Schutz und Geborgenheit, nach Sicherheit und vor allem nach Sinn ist. All das verkörpern für uns die Engel, die uns an die Hand nehmen, die uns führen und leiten. Dabei ist es unerheblich, ob 
dieser Engel nun Flügel hat, so wie wir ihn uns vorstellen, oder wie ihn Emil Wachter dargestellt hat. Wichtig ist vielmehr, dass wir das Gefühl haben, sicher und geborgen zu sein, dass wir in dieser harten und unbarmherzigen Welt nicht untergehen können. Wenn wir an der Hand eines Engels durch das Leben gehen, dann ahnen wir, dass es gut ist, wie es ist. Die Existenz von Engeln ist nicht beweisbar, doch wir kennen diese Sehnsucht danach. Sie  deutet darauf hin, dass es Engel geben muss. Sollte es sie nicht geben, dann treten wir an ihre Stelle und werden zu Engeln füreinander.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 06.10.2026
Kontemplation
Di. 13.10.2026
Kontemplation
Di. 20.10.2026
Kontemplation
Di. 27.10.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.