Partystimmung

Es geht drunter und drüber. Musik und Gesang, Alkohol fließt in Strömen, Sex and Drugs and Rock 'n Roll, die Stimmung ist ausgelassen, das Leben wird in vollen Zügen genossen. Heute würde man sagen: ein tolles Fest, eine richtig gute Party. Doch diese Meinung wird nicht allerorten geteilt. Glaubens- und Sittenwächtern sind solche Feste ein Gräuel. Die Moral geht dabei zugrunde und die Menschen werden verdorben. Am Abrahams-Tor, für das Emil Wachter diese Darstellung geschaffen hat, geht es um das Thema »Sodom und Gomorrha«. Die Linie scheint klar zu sein. Das orgiastische Treiben wird als sündhaft verurteilt, dort wo Menschen über die Strenge schlagen, muss dem wilden Treiben Einhalt geboten werden., meist unter dem Vorwand, sie vor sich selbst zu schützen.
Sicherlich ist der Grat schmal, an dem tolle Feste kippen können und sich am Ende ins Gegenteil verkehren, aber ist das immer der Fall, den Menschen feiern? Laden nicht gerade die Religionen zu wilden Festen ein? Kommen nicht ursprünglich die bewusstseinserweitertenden Drogen aus dem religiösen Umfeld? Sind nicht Gesang und Tanz wesentliche Elemente der religiösen Erfahrung? Wenn Verurteilungen stattfinden, dann sagt das eher etwas über denjenigen aus, der verurteilt, als über die, über die der Stab gebrochen wird. Eine wichtige Frage, die sich stellt und die jeder Mensch auch nur für sich beantworten kann, lautet: »Dient das, was wir hier tun, dem Leben?« Legt man diesen Maßstab an, dann ändert sich die Sichtweise. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen von dem, wie Leben ist und was Leben sein kann. Glücklicherweise verändern sich diese Einstellungen im Laufe eines Lebens.  
Vielleicht fällt dann mal der Satz: »Wir waren ja auch mal jung!« Auf jeden Fall ist es eine spirituelle Sichtweise, wenn wir dahin kommen und entdecken, dass Leben auf vielfältige Art und Weise gefeiert werden kann. Mit etwas Barmherzigkeit im Blick können wir auch über das eine oder andere scheinbar verwerfliche Tun hinwegsehen, es sei denn, es schadet dem Leben. Das ist die klare Haltung, die von allen gefordert ist, von denjenigen, die feiern, als auch von denen, die zuschauen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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