Nimm mich, lass mich

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Da wartet eine große Aufgabe auf dich, die du gerne wahrnehmen würdest. Du bist dir aber nicht sicher, ob du das wirklich tun sollst. Vielleicht traust du es dir doch nicht ganz zu, fühlst dich etwas überfordert und kennst dazu noch jemanden, der oder die das sicherlich besser könnte als du selbst. Aber da ist das Reizvolle, die Herausforderung, vor die du dich gestellt siehst, du fühlt dich geschmeichelt, weil da jemand ist, der dir das alles zutraut. »Soll ich, soll ich nicht?« Diese Frage wird hin und her gewälzt und es gibt keine eindeutige Antwort. Am Elia-Turm sehen wir den Propheten Elia, der mit sich ringt. Er möchte sich dem Anspruch Gottes gerne stellen, weil es ja wichtig ist, für die gute Sache einzutreten. Er hat Angst davor, sich diesem großen Anspruch zu stellen. Er findet keine Antwort auf die Frage: »Soll ich,. Oder soll ich nicht?« Sie begleitet ihn. Schließlich geht er den Weg, den er gehen soll und lässt alles auf sich zukommen. Am Ende hat er seine Aufgabe mit Bravour erfüllt.
Auch wir tun uns schwer, Entscheidungen zu treffen. Manchmal werden solche Fragen in Gebetsform an Gott gerichtet, aber Gott entscheidet ja auch nicht für uns. Wir geben uns das Gefühl, dass Gott es für uns tut und uns auf den Weg stellt. Wenn Gott es von uns verlangt, wenn Gott es uns zutraut, dann können wir die neue Aufgabe übernehmen. Wir lassen uns dann von einer höheren Macht in Dienst nehmen und stellen es in ihre Verantwortung, ob wir genommen werden oder ob der Kelch an uns vorübergeht. Was ist jetzt besser? Selbst zu entscheiden oder die Entscheidung Gott zu überlassen?
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Wahrscheinlich erfordert beides gleichviel Mut. Wenn wir ehrlich sind, dann ist es immer unsere Entscheidung. Es wäre fatal, wenn wir Gott für uns entscheiden ließen, Wir könnten uns ja aus der Verantwortung stehlen, wenn es dann nicht geklappt hat. Andererseits erfordert es viel Mut, sich in die Hände von anderen zu geben. Es setzt eine grundsätzliche Entscheidung voraus. Wir kommen nicht darum herum. Wir müssen Entscheidungen treffen, ohne dass wir wissen, wie es am Ende ausgeht.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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