Wie stellt man die Ewigkeit dar? Wie rede ich von etwas, für das ich keine Worte finden kann, weil es unbeschreiblich ist? Wie kann ich etwas verstehen, was eigentlich nicht zu verstehen ist, weil uns die Bilder fehlen? Wir verwenden den Begriff der Ewigkeit, wenn wir lange Zeiträume beschreiben, aber das, was wir meinen, klingt oft lächerlich. »Ich musste ewig an der Kasse warten, bis ich drangekommen bin.« Dabei hat es nur ein paar Minuten länger als erwartet gedauert. »Ich war eine Ewigkeit lang damit beschäftigt, meinen Schreibtisch aufzuräumen.« Auch damit sind wohl höchstens zwei, drei Stunden gemeint. Ewigkeit ist etwas ganz anderes. Wenn wir sie als unendlich lange Zeit begreifen, dann können wir wirklich nicht verstehen, was damit gemeint ist. Wir haben ein Verständnis für unsere Zeiteinheiten, solang wir sie Zahlen zuordnen können, aber je größer die Zahlen werden, umso weniger können wir uns etwas darunter vorstellen. Wenn wir davon reden, dass die Erde sechs oder acht Milliarden Jahre alt ist, dann übersteigt dieser Zeitraum unser Begreifen, aber das ist noch lange nicht die Ewigkeit. Auch die knapp vierzehn Milliarden Jahre bis zum Urknall machen es nicht besser, sie sind auch nur ein Bruchteil von Ewigkeit.
Emil Wachter führt uns am Elia-Turm ein anderes Verständnis im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen. Er stellt das Auge Gottes, das Auge des Ewigen dar. So gewinnt Ewigkeit eine andere Qualität. Der Augenblick ist ewig. Und in diesem Augenblick ist alles eingeschlossen. Deshalb sehen wir die Ranken des Lebens in diesem göttlichen, das heißt ewigen Augenblick, mit dem wir angeschaut werden. Ewigkeit ist keine unendliche Dauer, sondern die Zeitlosigkeit dessen, was jetzt gerade ist. Andreas Gryphius (1616-1664) schreibt: »Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen; mein sind die Jahre nicht, die etwa mögen kommen; der Augenblick ist mein, und nehm' ich den in acht, so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht.« Dieser Augenblick, das, was jetzt gerade ist, zeigt mir, was Ewigkeit ist. Der göttliche Augenblick zeigt sich in jedem Moment des Daseins und gibt ihm einen Wert, der größer nicht sein kann. Was zählen da fünf Minuten, die ich an einer Kasse warten muss?
Emil Wachter führt uns am Elia-Turm ein anderes Verständnis im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen. Er stellt das Auge Gottes, das Auge des Ewigen dar. So gewinnt Ewigkeit eine andere Qualität. Der Augenblick ist ewig. Und in diesem Augenblick ist alles eingeschlossen. Deshalb sehen wir die Ranken des Lebens in diesem göttlichen, das heißt ewigen Augenblick, mit dem wir angeschaut werden. Ewigkeit ist keine unendliche Dauer, sondern die Zeitlosigkeit dessen, was jetzt gerade ist. Andreas Gryphius (1616-1664) schreibt: »Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen; mein sind die Jahre nicht, die etwa mögen kommen; der Augenblick ist mein, und nehm' ich den in acht, so ist der mein, der Zeit und Ewigkeit gemacht.« Dieser Augenblick, das, was jetzt gerade ist, zeigt mir, was Ewigkeit ist. Der göttliche Augenblick zeigt sich in jedem Moment des Daseins und gibt ihm einen Wert, der größer nicht sein kann. Was zählen da fünf Minuten, die ich an einer Kasse warten muss?













