Fragen an die Zukunft

Es liegt in der Natur von uns Menschen, dass wir immer wieder nach vorne blicken und uns der Frage stellen: »Was kommt auf uns zu?« Darauf gibt es keine letztgültige Antwort und alles, was wir bemühen, um die Zukunft vorherzusagen, hochzurechnen oder zu planen, reicht nicht aus, um uns Sicherheit zu geben. Selbst der Blick in die Vergangenheit, aus dem wir vielleicht lernen, wo es gut gegangen ist, reicht nicht. Am Noah-Turm sehen wir einen Menschen, der sich diese Frage stellt. »Wie geht es weiter? Jetzt, da die Flutkatastrophe glücklich überstanden ist, stehen wir vor der neuen Herausforderung, dass wir wieder gestalten müssen. Wie soll das weitergehen? Können wir eine neue Katastrophe verhindern?« Unschlüssig, die Hände mit dem Körper gegen die Wand gepresst, steht er da und weiß nicht weiter. Das Glück über die Rettung währt nicht lange, recht schnell ist der Alltag wieder da. Jetzt müssen wir das Leben in die Hand nehmen und die Zukunft gestalten. Aber in welche Richtung? Wie? Es gehört zum Mensch-Sein dazu, dass man sich Sorgen um die Zukunft macht, sei es die eigene oder die der Kinder. Manchmal lähmt diese Angst. Dann können wir wirklich nichts mehr unternehmen als den Dingen ihren Lauf zu lassen. Doch das ist die schlechteste aller Lösungen, die wir haben. Denn so geben wir alles aus der Hand.
Wir finden keine Antworten auf die Fragen an die Zukunft, wir erleben nur das, was gerade geschieht als Antwort auf das, was war. Wenn wir uns die Frage stellen, wie es denn weitergeht, dann bleiben wir in einem Kreislauf, aus dem es keinen Ausweg gibt. Wir bleiben in unserem Fragen und in unserer Angst gefangen und werden handlungsunfähig. Am Noah-Turm wird uns eine Lösung aufgezeigt: Gott spricht den Segen über die Schöpfung und den Menschen aus. Was gesegnet ist, kann auf einen guten Ausgang hoffen. Segen ist natürlich kein Allheilmittel, aber er nimmt uns die Angst vor dem, was auf uns zukommt. Ganz gleich, was auch geschieht, Du bist und bleibt gesegnet. »Wie geht es weiter?« Keine Ahnung, aber Du bist gesegnet. Wovor hast Du Angst?
 
 
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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