Das ist mal eine gute Nachricht

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Wir sind heute jeden Tag mit neuen Nachrichten konfrontiert. Und nach dem Grundsatz, das nur schlechte Nachrichten gute Nachrichten sind, wird unsere Sichtweise der Welt durch diese Auswahl geprägt. Wir erfahren nur dann etwas, wenn es schlimm ist, je schlimmer umso besser. Warum ist das so? Vielleicht ist es der Schrecken, der uns aufhorchen lässt? Oder nicht doch die Erleichterung darüber, dass man vom Schicksal, das andere getroffen hat, verschont geblieben ist? Wenn wir ehrlich sind, dann interessieren wir uns ja mehr für all das Unglück, das geschieht. Wir sehen, hören und lesen lieber davon. Positive Nachrichten sind lange nicht so interessant. Wir nehmen eine Wertung vor und vertrauen dabei den Journalisten, die im Fernsehen, im Radio und in der Presse immer schon eine Vorauswahl treffen.
Die christliche Botschaft bezeichnet sich von Anfang als »Frohe Botschaft«. So ist schon Jesus aufgetreten und alle, die ihm nachgefolgt sind, haben es genauso gehalten. Sicherlich war die Verkündigung der Botschaft nicht immer etwas, das froh gemacht hat. Das war meistens dann der Fall, wenn sie verzweckt und für ganz bestimmte Absichten eingesetzt wurde. In ihrem Kern aber bleibt die Botschaft, dass Gott sich uns zuwendet, dass wir Gott in unserem Leben erfahren können, in unseren Mitmenschen, in dem, was Jesus getan hat. Das ist die »Gute Nachricht«, für die Jesus eintritt. Sinnbildlich hat Emil Wachter diese Gute Nachricht im Westfenster der Autobahnkirche eingearbeitet.
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Eine Hand streckt die Schriftrolle dem Menschensohn und dem Lamm entgegen. Es ist eine Botschaft, die von Gott kommt. In der Schriftrolle ist sie noch nicht gesagt, denn sie gilt nur dem oder derjenigen, für den oder für die sie bestimmt ist. Wenn wir jetzt Adressaten dieser Botschaft, dieser Schriftrolle sind, was mag sie enthalten. Was ist denn die »Gute Nachricht« für mich, in meiner konkreten Situation, in meinem Leben, für mich und meine Umwelt? Was hat Gott mir zu sagen, jetzt, in diesem Augenblick? Wenn wir das jetzt nicht gleich wissen, können wir die Augen schließen und von dieser Botschaft träumen, die Gott uns schickt.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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