Drachenbrut

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In mythologischen Geschichten und in Fantasy-Welten spielen Drachen eine wichtige Rolle und selbst in der Bibel kommt man nicht ohne aus. In der Apokalypse bedroht ein Drache, Sinnbild des Bösen, die Frau mit dem Kind. In Sagen und Legenden sind Drachen auch meist böse. Sie müssen bekämpft und besiegt werden. Drachen sind Wesen mit übermenschlichen Kräften und Fähigkeiten. Sie können Feuer spuken und haben einen besonderen Zugang zu Weisheit und Intelligenz. Drachen sind verschlagen und herrschsüchtig, Drachen haben große Macht und sind fast unbesiegbar. Einzig auserwählten Helden ist es vergönnt, sie zu besiegen und im Drachenblut zu baden, um selbst unbesiegbar zu werden. Wenn man diese Aufzählung liest, dann wundert es nicht, dass Drachen die Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen faszinieren. Selbst heute haben sie nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
Wenn man der Psychologie folgt, dann sind Drachen archetypische Bilder der Seele, sie stehen für Bedrohungen und unsere Anfälligkeit für das Böse aber auch für unwahrscheinliche Kraft, Weisheit und Kreativität. Mit Drachen können wir die Begrenztheit unseres menschlichen Daseins überwinden. Wir finden eine große Energie in uns. Wir müssen lernen, sie für unsere Zwecke einzusetzen, zum eigenen Wohl und zum Wohl der Menschheit. Wir können lernen, die Drachen in uns nicht nur zu bekämpfen, sondern auch zu lieben, um vor ihnen keine Angst mehr zu haben. Der Drache als Symbol ermöglicht es mir, selbst kreativ zu werden.
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So wie Drachen auf andere Weise ins Leben kommen, meist durch ein Ei, das im Feuer ausgebrütet wurde, nachdem es jahrhundertelang geruht hat, so können auch wir neu ins Leben kommen. Wir können als Drachenbrut unsere eigenen Kräfte entdecken und sie formen. So sind Drachen keine Bedrohung mehr für uns, deren Feuer alles verschlingt, sondern mythologische Gestalten, die uns helfen, unser eigenes Wesen zu entdecken. Sie sind nicht mehr Gruselgestalten wie hier an der Ostseite der Autobahnkirche, sondern Wesen, die wir lieben können. Magst Du Deinen Drachen?
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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