Erdgebunden und geistgewirkt

Die Engel im Westfenster der Autobahnkirche haben etwas gemeinsam. Ihre Gesichter sind weiß, ihre Flügel tragen die Farben rot und blau. In der Farbsprache der Autobahnkirche taucht blau immer dann auf, wenn es um die Verbindung zum Irdischen geht. Rot dagegen ist die Farbe der heiligen Geistkraft, die alles durchdringt. Wenn man die Kirche betritt scheinen diese beiden Farben zu dominieren, auch wenn es de facto nicht so ist. Doch wenn Emil Wachter die beiden Flügel jeweils in einer der beiden Farben gestaltet, dann hat das einen Grund.
Engel tauchen in der Bibel immer dann auf, wenn eine Verbindung vom Himmel und der Erde geschaffen wird. Engel sind die Verkünder des göttlichen Willens, einer göttlichen Botschaft, Begleiter und Beschützer von Menschen oder ganz einfach eine Erscheinungsweise des Göttlichen auf der Erde. Sie haben oft menschliche Gestalt, werden dann aber auch mit Flügeln dargestellt, die sie den oberen Sphären zuordnen. Wie die Vögel können sie die Erde verlassen und zum Himmel aufsteigen oder von dort auf die Erde herabschauen. Wie das gehen soll, wird nicht beschrieben, das muss es ja auch nicht. Engel bewahren ihr Geheimnis. Sie haben aber eine wichtige Botschaft für uns, denn sie verkörpern etwas, was auch wir Menschen verwirklichen können. Engel haben einen menschlichen Körper, oft werden sie auch so gezeigt, dass man sie gar nicht von Menschen unterscheiden kann. Manche werden erst gar nicht als Engel offenbart. Engel sind also erdgebunden, wie wir Menschen auch. Sie haben nicht nur einen menschlichen Körper, sondern sie unterliegen auch ähnlichen Grundgegebenheiten.
Engel sind aber noch viel mehr. Sie haben Teil an der göttlichen Herrlichkeit, sie sind durch und durch von heiliger Geistkraft durchwirkt, Sie übersteigen das Mensch-Sein dadurch, dass sie der Geistkraft Raum lassen und für das Wort Gottes durchlässig werden. Sie wissen, wo und wie Gott zu erfahren ist und teilen dies mit. Wenn man diese beiden Seiten erkennt, dann merkt man auch, dass wir uns gar nicht so sehr von Engeln unterscheiden, Wir sind erdgebunden und geistgewirkt. Sind wir Engel?
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.