Gott am Kreuz

Bilderwelt 205 ABK Fenster W - Gott am Kreuz 1zu5.jpg
Die Kreuzesdarstellung im Fenster an der Westfront der Autobahnkirche ist von Emil Wachter als vielschichtiges Werk gestaltet. Er dabei auch Anleihen bei anderen Künstlern gemacht und deren Themen neu ausgestaltet. So springt zunächst Jesus als der Gekreuzigte in den Blick. In ihm erkennen wir den Menschen, der er war. Seine blutenden Arme sind am schwarzen Kreuzesbalken festgenagelt. Das Schwarz ist in den Fenstern eine immer wiederkehrende Farbe. Es ist das Schwarz der Betonfassungen der einzelnen kleinen Glaselemente. Aber es ist mehr Schwarz vorhanden als wirklich notwendig wäre. Es hätte ja viel mehr Glas sein können, wie man es bei anderen Kirchenfenstern von Emil Wachter sieht. Es steht wohl für alles Irdische im leben, das, was uns festhält und umschließt, für alles Leid und allen Schmerz der Welt. In dieser Fensterfront, nicht nur im Kreuzigungsfenster, kommt schwarz sehr häufig vor.
Über dem Gesicht von Jesus sehen wir ein goldenes Gesicht, das auch wieder den Kreuzesbalken aufnimmt. Gold steht für Gott und göttliche Gegenwart. Mit Jesus ist auch Gott ans Kreuz geschlagen worden. In der Kunstgeschichte finden wir immer Darstellungen, in denen Gott über dem Kreuz zu sehen ist, aber nicht so, dass Gott auch am Kreuz selbst hängt.
Der Kopf von Jesus ist von einem roten Balken umgeben. In der Liturgie ist Rot die Farbe der heiligen Geistkraft und erinnert an die Feuerzungen von Pfingsten. Auch diese ist ans Kreuz geschlagen und drückt damit aus, dass Gott in drei Personen am Kreuz hängt.
Bilderwelt 205 Lageplan.jpg
Der Bogen, der als Bundeszeichen über allem schwebt fasst diesen Teilbereich zusammen. Mit dieser Darstellung bringt Emil Wachter zum Ausdruck, dass Gott am Kreuz gestorben ist und zwar nicht nur Jesus, sondern Gott in drei Personen. Alles, was wir als Gott kennen, ist gekreuzigt und am Kreuz gestorben! Eine Darstellung, die nachdenklich macht und die zum Denken anregt!
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.