Alles nur die Schuld von Eva?

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Die Erzählung vom Sündenfall aus dem Buch Genesis hat im Verlauf der Geschichte viel Unheil angerichtet. Mit dieser Geschichte wurde begründet, warum die Frau dem Manne untergeordnet sei und dass sie den Adam zum Übertreten des göttlichen Gebotes animiert hätte. Auch dass die Frau einen schwachen Charakter hätte und damit den Einflüsterungen des Bösen viel leichter erliegen würde als der Mann. All das ist natürlich Unsinn und kann heute nicht mehr ernsthaft behauptet werden. Solche Deutungen haben dazu beigetragen, dass es hauptsächlich Frauen waren, die während der Hexenverfolgungen grausam gefoltert und ermordet wurden. Es liegt aber in der Natur von solchen Geschichten, dass sie auf diese Weise im kollektiven Gedächtnis bleiben und wider besseres Wissen immer wieder weitergegeben werden.
In der Erzählung des Buches Genesis ist es das erste Menschenpaar, das gemeinsam entscheidet, sich über das göttliche Verbot, von den Früchten des Baumes des Lebens zu essen, zusetzen. Beide erkannten sich als nackt und müssen miteinander die Folgen der Vertreibung aus dem Paradies ertragen. Diese Geschichte wurde ursprünglich erzählt, um zu erklären, warum die Menschen unter schwierigen Bedingungen leben müssen, warum es Schmerz, Leid und Tod gibt, und warum auch am Beginn eines neuen Lebens so viel Schmerz steht.
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Sicher lassen sich in der Paradieseserzählung patriarchale Strukturen finden, so wird Eva als Gehilfin des Mannes bezeichnet und aus seiner Rippe geschaffen, nicht aus Ackerboden wie bei Adam. Aber das geht ohne Schuldzuschreibungen zu. Ein Denken aber, das mit Schuld arbeitet und diese fast ausschließlich den Frauen zuschreibt, können wir heute getrost beiseite lassen. Es muss uns aber bewusst sein, dass es immer noch präsent ist. Deshalb müssen wir darauf achten, wie wir diese Geschichte erzählen.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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