Der Böse

Für uns moderne Menschen ist es schwerer nachvollziehbar, dass wir alles und jedes mit Personen gleichsetzen. Zwar ist unser Beziehungsleben und unser Alltag mit Personen geprägt, aber das sind eher diejenigen aus Fleisch und Blut. Andere Mächte, so es sie denn gibt, belegen wir zwar mit Namen, aber wir tun uns schwer, sie uns als Personen vorzustellen. Wir haben Begriffe beispielsweise für das Böse und wir können abstrakt darüber reden, aber mit dem Bösen als Person tun wir uns schwer. Wir können uns den Teufel vorstellen, aber das ist mehr eine Gestalt aus der Märchenwelt oder aus Horrorfilmen, als aus unserer alltäglichen Wirklichkeit. Hier denken wir nüchterner, als die Menschen früherer Zeiten. Für sie war der Teufel als das personifizierte Böse eine Wirklichkeit, ohne die das Leben nicht denkbar war. Der Teufel trat als großer Gegenspieler Gottes auf und versuchte, die Menschen zu verführen und vom rechten Weg abzubringen. Wer sich ihm anheimgab, der war verloren.
Wir denken heute anders. Wir können uns vieles, was geschieht, erklären. Wir reden auch vom Bösen, aber meinen damit eher das, was in einem Menschen steckt. Wir machen die Erfahrung, dass jeder Mensch zu Bösem in der Lage ist, dass es manchmal Zufälle sind, die es begünstigen oder verhindern. Dass wir in Katastrophen, in Krankheiten oder Unglücksfällen das Wirken des Teufels sehen, dieses Denken ist uns eher fremd. Auch Emil Wachter war ein Mensch der Moderne und hat sicherlich nicht anders gedacht. Er stellt aber den Teufel dar, wie er in der Apokalypse von Johannes in seinem tierischen Wesen beschrieben wird. Er sitzt an den Schalthebeln der Macht und dirigiert die Menschen. Von seinem Schreibtisch aus werden Menschen und Schicksale manipuliert. Wir sehen diese Darstellung beim Hauptausgang der Autobahnkirche. Er blickt jeden an! Das weist auf eine symbolische Deutung hin: »Achte darauf, wenn Du von hier weggehst, wem Du folgst. Das Böse könnte auch in Dir stecken, gib ihm nicht nach, sondern bleibe wachsam.«
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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