Die Geschäftswelt ist hart. Alle Lebensbereiche sind davon betroffen, ob das nun beabsichtigt ist oder nicht. Eine knallharte Kosten-Nutzen-Rechnung wird als Entscheidungsgrundlage genommen, ob ein Projekt durchgeführt wird oder nicht. Die Rentabilität steht im Vordergrund, alles andere wird dem untergeordnet. Das ist nicht nur in der freien Wirtschaft so, in der Güter und Dienstleistungen gehandelt werden, sondern auch im sozialen Bereich, wenn es um Pflege und Erziehung geht. Was kein Geld bringt und nur Kosten verursacht, das hat in unserer modernen Welt keinen Platz. Zumindest faktisch ist das so.
Es ist eine wichtige Aufgabe der Kirchen, solche Missstände bewusst zu machen und nach praktikablen Lösungen zu suchen. Emil Wachter nimmt am Abrahamstor kein Blatt vor den Mund. Wenn ein kapitalistischer Markt entfesselt wird, dann werden Menschenrechte mit Füßen getreten und die Menschenwürde bleibt auf der Strecke. Solche Erfahrungen machen wir tagtäglich in unserer Alltagswelt. In der Wirtschaft wird mit harten Bandagen gekämpft. Gewinne müssen gesteigert, neue Märkte erschlossen werden. Kosten sollen gedrückt werden. Wenn etwas Kosten verursacht, wird es nur im äußersten Notfall in Erwägung gezogen. Ressourcen werden ausgebeutet, so lange sie etwas hergeben. Wenn sie erschöpft sind, werden sie fallengelassen und man sucht eine neue Quelle. So geht unsere Wirtschaft mit den Gütern der Erde um und so werden auch die Menschen behandelt.Immer dann, wenn Menschrechte keine Rolle mehr spielen, leiden zuerst die schwächsten Glieder, die Menschen, die armen Länder, die Natur, die Kinder und die Alten.
Es reicht nicht, die Warnung von Emil Wachter zu wiederholen, dass hier Menschenrechte verletzt werden und hinter Gittern hilflos dahinvegetieren. Es muss deutlich werden, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist der Kern der christlichen Botschaft, für die Menschen, die keine Macht mehr haben, und für ihre Rechte einzutreten. Die Mahnung ist notwendig, wir müssen die Konsequenzen ziehen, nicht nur unser Verhalten zu ändern, sondern auch für diese Menschen einzustehen.













