Die Flamme der Freiheit

Wenn sich etwas Neues ankündigt, dann ist das häufigste Bild, das verwendet wird, das des Lichtes oder des Feuers. Revolutionäre und Freiheitskämpfer, Aufklärer und Visionäre sehen sich oft als diejenigen, die zur Erhellung des Lebens beigetragen haben. Noch mehr werden sie von der Nachwelt zu diesen Lichtbringern stilisiert. Das Licht ist ja auch ein hilfreiches Symbol, um die Wichtigkeit des Neuen zu betonen. Die Zeit davor ist dann ein düsteres Zeitalter. Alles Schlechte wird damit verbunden, es wird alles in diese Zeit hineingedeutet, das jetzt nicht mehr so ist oder nicht mehr sein soll. Mit dem Licht, das jetzt leuchtet, ist man froh, dass diese Zeit überwunden worden ist.
Dieses neue Licht steht am Mose-Turm bei der Autobahnkirche für die Freiheit, die das Volk Israel unter Mose gewonnen hat. Gott selbst zieht in einer Feuersäule in der Nacht, wenn es dunkel wird, seinem Volk voraus, tagsüber in einer weithin sichtbaren Wolke. Mit Mose hat das Volk Israel seinen Lichtbringer, der die Verbindung zu Gott, der das Licht ist, aufrecht erhält. Mose trägt gewissermaßen das Licht Gottes zu seinem Volk. Diese Mittler sind wichtig, es sind wohl die Charaktere, die ein besonderes Gespür für die Menschen und ihre jeweilige Zeit haben. Sie wissen um die Bedeutung ihres Tuns, sie treten charismatisch begabt auf und verstehen es, die Menschen in ihren Bann zu ziehen und für die neue Idee, für die wichtige Botschaft, für die sie stehen, zu begeistern. So führt Mose sein Volk in die Freiheit. Er lässt sich auf einen schwierigen und langen Prozess ein. Er muss immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. An Rückschlägen und Enttäuschungen mangelt es nicht. Doch bleibt er seiner Mission treu. Er kann das tun, weil er selbst von Gott und dem Auftrag, den erhalten hat, überzeugt ist. Leider gibt es solch charismatische Personen zu selten. Doch es gibt gottseidank Geschichten, in denen die Fackel getragen wird. Die werden überliefert und so wie hier von Emil Wachter versinnbildlicht.
Diese Fackel ruft uns auf, unsere Zeit zu beobachten und nach dem Licht Ausschau zu halten. Wir werden daran erinnert, dass  Neuaufbrüche möglich sind. Aber sie brauchen auch Mut und Entschlossenheit. Und das Vertrauen, dass es gut werden wird. Die Autobahnkirche ist ein Ort, an dem wir nach diesem Licht für unser Leben Ausschau halten können. Vielleicht sehen wir dann ja auch die Fackel der Freiheit.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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