Teufelswerk

Darf man in einer Kirche den Teufel darstellen? Haben wir das heute überhaupt nötig? Emil Wachter hat im Zusammenhang mit der Hiobs-Geschichte den Teufel nicht nur an die Wand gemalt, sondern ihn im Relief gestaltet.
Wenn wir die Geschichte von Hiob lesen und dabei auch auf die Wette des Teufels mit Gott stoßen, dann mag es noch angehen, dass wir diese Erzählung illustrieren. Aber brauchen wir den Teufel eigentlich noch? Oder ist es eine Gestalt, die wir nicht mehr ernst nehmen (müssen), dass wir sie sogar zur Belustigung verwenden. Aber genau diese Bedeutung haben wir schon jahrhundertelang dem Teufel zugeschrieben. In Puppenspielen und Erzählungen, in literarischen Werken und Dramen spielt er eine wichtige Rolle und dient der Unterhaltung. Wenn er als die Verkörperung des Bösen und Gegenspielers Gottes auftrat, war meist klar, dass Gott oder das Gute am Ende den Sieg davon tragen wird. Die Moral von der Geschichte war dann: Es lohnt sich gegen das Böse, den Teufel in Person zu kämpfen, denn es wird am Ende besiegt. Du kannst den Teufel bezwingen und das Böse besiegen.
So einfach geht es heute aber nicht mehr. Wir können uns einen Gegenspieler Gottes, der mit gottgleichen Machtmitteln ausgestattet ist und mit Gott um jede Menschenseele ringt, kaum mehr vorstellen. Wir erleben, dass das Böse eine Realität ist, mit der wir uns im Leben auseinander setzen müssen. Dieses Böse können wir nicht immer besiegen, wir sind ihm oft hilflos ausgeliefert. Es ist aber nicht mehr die Person eines Teufels, der wir uns entgegenstellen. Wir erfahren ja nicht immer, dass uns Gott hilfreich zur Seite steht. Wenn Gott nicht eingreift, dann tut es auch der Teufel nicht! So wenig wir uns Gott vorstellen können und Gott erfahren, so sehr verlieren wir auch die Personifizierung des Bösen, den Teufel, aus den Augen. Wir können sogar sagen, dass es den Teufel nicht gibt. Allerhöchstens als Sinnbild für das Böse, das uns widerfährt.
Brauchen wir den Teufel noch? Nein, denn er widerspricht einer Vorstellung von Gott, die von der Allmächtigkeit her denkt. Der Teufel steht einem Gottesbild entgegen, in dem Gott barmherzig ist, denn dort wird der Teufel dadurch entmachtet, dass er, auch wenn die Menschen ihm folgen, keinen Erfolg haben wird. Wir können zum Glück einer Religion folgen, die ohne den Teufel auskommt.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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