Für die Ewigkeit

Die Pyramiden in Ägypten sind Zeugnisse einer alten Kultur und erzählen vom Umgang mit Sterben und Tod. Vieles von dem, was in und mit den Pyramiden gebaut wurde verstehen wir heute nicht mehr, aber wir sehen Sie. Napoleon soll zu seinen Soldaten gesagt haben: »Denkt daran, dass von diesen Monumenten 40 Jahrhunderte auf euch herabblicken.« Auch wenn dieser Ausspruch nicht historisch ist, so zeigt er doch die Ehrfurcht, die diese alten Bauwerke einflößen.
Wir stehen oft vor Zeugnissen der Vergangenheit, selten sind sie so alt wie die Pyramiden. Meist sind es Ruinen, manchmal sind Gebäude erhalten oder entsprechend restauriert, so dass wir erkennen, wozu sie gebaut wurden und was sie bedeutet haben. Es sind dann aber nicht die Jahrhunderte, die auf uns herabblicken, sondern es sind die Menschen, die mehr oder weniger freiwillig diese Monumente geplant, entworfen und unter großen Opfern und Mühen gebaut haben. Burgen und Schlösser, Klöster und Kirchen, Paläste und Tempel, sie alle erzählen von den Menschen, die längst verschwunden und vergessen sind. Aber es bleibt etwas: Das, was sie geschaffen haben - und damit auch ihre Ideen und Gedanken. Sie geben uns Rätsel auf, weil wir nicht mehr alles verstehen. Und es ist ja nur ein Bruchteil von dem erhalten, was im Lauf der Jahrhunderte geschaffen wurde!
So wie unsere Vorfahren hinterlassen auch wir Spuren, die dann, wenn unsere Namen längst vergessen sind, einen Eindruck von dem geben, was uns wichtig war und wie unser Leben ausgesehen hat. Wir wissen nicht, was von uns erzählt wird. Aber wir können mit dem, was wir hinterlassen, eine Botschaft weitergeben. Der Blick auf alte Gemäuer und Grabmäler wie die Pyramiden führt uns etwas Besonderes vor Augen und macht uns demütig. Der Blick zurück auf alte Bauwerke fordert auch ein, dass wir nach Vorne schauen in unsere Gegenwart und Zukunft.
Auch wir sind besonders, wie die Menschen vor über viertausend Jahren. Auch wir werden vergehen wie sie. Und eine Frage stellt sich: Was werden unsere Nachkommen über uns erzählen? Was wird von dem, was wir geschaffen haben, bleiben?
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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