Wenn Gott handgreiflich wird

Es gibt verschiedene Zeichen für das Handeln Gottes. Das wohl sprechendste Zeichen ist die Hand. Immer wieder taucht sie als Zeichen für Gott auf. Gott handelt, im wahrsten Sinne des Wortes. Meistens ist es die Hand, die die Menschen und die Welt segnet. Und das meint sehr viel. Segnen bedeutet bezeichnen, schützen, heilen, berühren, streicheln, halten. Die Liste ließe sich lange fortsetzen, und wenn wir von dem reden, was wir mit segnen verbinden, fallen uns sicher weitere Begriffe ein. Es ist die Hand, von der wir konkrete Hilfe erhoffen. Sie ist der beste Ausdruck unseres Sehnens nach einem Eingreifen Gottes in unser Leben.  Wir wissen auch, dass wir mit Händen Unrecht tun und anderen Schaden zufügen. Das Zeichen, das zum Heil gereicht, kann sich in sein Gegenteil verkehren. Das Unheil, das mit Händen angerichtet wird, kann auch nicht immer gut gemacht werden. Vielleicht ist deshalb die Hand das beste Zeichen, mit dem wir Segen ausdrücken können.
Die Hand Gottes ist nicht direkt spürbar. Wir brauchen aber eine sinnliche, handgreifliche Erfahrung davon. Das ist dann der Fall, wenn wir unsere Hände zu den Händen Gottes machen. Mit unseren Händen können wir an der Stelle Gottes handeln. Jeder Mensch kann segnen, jeder braucht den Segen. Und wir sind füreinander da, um uns diesen Segen zuzusagen.
Wir rufen den Segen aufeinander herab, weil wir uns nach der Wirklichkeit Gottes sehnen. Wo, wenn nicht in dem, was wir tun, wird Gott sonst sichtbar? Im Segen zeigen wir unsere Sehnsucht nach Gott. Wir zeigen, dass wir diesen Segen brauchen und vor allem, dass wir füreinander dieser Segen sein können.
Mit unseren Händen zeigen wir konkret, was Gott mit uns vorhat. Mit unseren Händen geben wir dem Ausdruck, was in unseren Herzen ist. Mit unseren Händen tun wir das, was uns zum Segen gereichen kann. So vertreten wir Gott. Deshalb segnen wir einander. Durch uns wird Gott im wahrsten und besten Sinne des Wortes handgreiflich.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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