Wenn Gott handgreiflich wird

Es gibt verschiedene Zeichen für das Handeln Gottes. Das wohl sprechendste Zeichen ist die Hand. Immer wieder taucht sie als Zeichen für Gott auf. Gott handelt, im wahrsten Sinne des Wortes. Meistens ist es die Hand, die die Menschen und die Welt segnet. Und das meint sehr viel. Segnen bedeutet bezeichnen, schützen, heilen, berühren, streicheln, halten. Die Liste ließe sich lange fortsetzen, und wenn wir von dem reden, was wir mit segnen verbinden, fallen uns sicher weitere Begriffe ein. Es ist die Hand, von der wir konkrete Hilfe erhoffen. Sie ist der beste Ausdruck unseres Sehnens nach einem Eingreifen Gottes in unser Leben.  Wir wissen auch, dass wir mit Händen Unrecht tun und anderen Schaden zufügen. Das Zeichen, das zum Heil gereicht, kann sich in sein Gegenteil verkehren. Das Unheil, das mit Händen angerichtet wird, kann auch nicht immer gut gemacht werden. Vielleicht ist deshalb die Hand das beste Zeichen, mit dem wir Segen ausdrücken können.
Die Hand Gottes ist nicht direkt spürbar. Wir brauchen aber eine sinnliche, handgreifliche Erfahrung davon. Das ist dann der Fall, wenn wir unsere Hände zu den Händen Gottes machen. Mit unseren Händen können wir an der Stelle Gottes handeln. Jeder Mensch kann segnen, jeder braucht den Segen. Und wir sind füreinander da, um uns diesen Segen zuzusagen.
Wir rufen den Segen aufeinander herab, weil wir uns nach der Wirklichkeit Gottes sehnen. Wo, wenn nicht in dem, was wir tun, wird Gott sonst sichtbar? Im Segen zeigen wir unsere Sehnsucht nach Gott. Wir zeigen, dass wir diesen Segen brauchen und vor allem, dass wir füreinander dieser Segen sein können.
Mit unseren Händen zeigen wir konkret, was Gott mit uns vorhat. Mit unseren Händen geben wir dem Ausdruck, was in unseren Herzen ist. Mit unseren Händen tun wir das, was uns zum Segen gereichen kann. So vertreten wir Gott. Deshalb segnen wir einander. Durch uns wird Gott im wahrsten und besten Sinne des Wortes handgreiflich.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.