Weil Gott sich davonmacht

Warum ist der Thron, der eigentlich Gott gehört, leer und verlassen? Gott hat sich davon gemacht. Diese Welt, seine Schöpfung interessiert ihn nicht mehr, ein Spielzeug wurde uninteressant. Oder hält Gott es nicht mehr aus, was die Menschen untereinander und mit der Schöpfung anstellen, so dass Gott sich angewidert abwendet und nichts mehr mit all dem zu tun haben will. Wie auch immer man sich den leeren Thron erklärt, auf diese Weise bleibt der Mensch allein und verlassen zurück. Der leere Thron steht dann gewissermaßen für die Einsamkeit des Menschen in der Schöpfung. Wie wird dieses Herrschaftsvakuum gefüllt?
Eine Welt, eine Menschheit, die sich selbst überlassen wird, trägt eine große Verantwortung. Wird sie dieser auch gerecht. Je nachdem, wer auf diesem Herrscherthron Platz nimmt, ist dann auch für alles Übel in der Welt verantwortlich und muss einen Grund für alles schaffen. Und die Frage nach dem Sinn stellt sich dann umso mehr.
Aber ist das die Lösung? Muss dieser Platz dann nicht doch besser leer bleiben? Wenn wir Menschen gezwungen sind, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, dann haben wir eine große Verantwortung, die gleichzeitig eine riesige Verpflichtung ist. Wenn wir beanspruchen, an der Stelle Gottes zu handeln, dann ist das auch Ausdruck unserer eigen Überheblichkeit und brandgefährlich. Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt, dass dann, wenn Menschen gottgleichen Status hatten, das Unglück auf den Fuß folgte. Wenn Gott den Thron verlassen hat, warum auch immer, dann liegt es an uns, wie wir die Welt gestalten. Setzen wir uns auf den Thron und herrschen gottgleich?
Oder nehmen wir unsere Verantwortung und handeln als Menschen im Blick auf eine menschliche Welt? Um an der Stelle Gottes zu handeln, müssen wir nicht Gott sein, es reicht vollkommen, wenn wir Menschen sind und bleiben und für eine Menschlichkeit eintreten.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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