Was gibt's Neues?

10.12.2018 |

»Ich mache alles neu!« So zitiert Emil Wachter die Apokalypse und zeigt mit dem Fenster in der Autobahnkirche eine der wichtigsten Aussagen der Heiligen Schrift, vielleicht eine der bedeutendsten Aussagen aller Religionen überhaupt. »Ich mache alles neu.« Was ist damit gemeint? Und wer spricht diesen Satz aus und setzt ihn in die Wirklichkeit um?
Neuanfänge fallen nicht vom Himmel, sie kommen selten unvermittelt, sie deuten sich schon lange vorher an und werden auch erwartet. Wenn die Zeit reif ist, fängt etwas Neues an. Oft merkt man erst im Rückblick, dass etwas Neues begonnen hat. Manchmal spürt man es. Man erfährt sich als Teil einer Entwicklung, die etwas Neues schafft. Man wirkt mit und kann doch nicht alles steuern. Man ist dabei und kann sich dem auch nicht entziehen. Wenn sich dieses Neue durchsetzt wird man mitgerissen wie bei einer Flut.
Das Neue, das entsteht, erwächst aus dem, was schon ist. Alles verändert sich im Prozess. Das Alte verändert sich, man sagt, dass es stirbt. So bringt es  Neues hervor. Und ein zweites ist bedenkenswert: Das, was entsteht, ist mehr als nur die Summe dessen, was schon ist. In der Evolution sehen wir immer wieder, dass Fortschritt auch wirklich Neues schafft. Neue Eigenschaften tauchen auf, die noch nicht da und auch nicht abzusehen waren.
Das Neue schließt das Alte ein, bewahrt es und transzendiert es, so dass jetzt etwas Anderes da ist. So lebt das, was abgestorben ist, im neuen weiter.
Entwicklung geschieht immer. Wir sind ein Teil davon. Wir gestalten diese Entwicklung mit. Wir leben in diesem Veränderungsprozess. Wir sind dabei! Jede und jeder von uns kann so auch sagen: Seht, auch ich mache alles neu!
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der ausgebrannte Prophet

Der Prophet Elia kann nicht mehr, er ist lebensmüde, ausgelaugt. Er ist mit seinem Auftrag an die Grenzen gegangen und ist ausgebrannt. Der Tod ist der einzige Ausweg, den er für sich noch sieht. So provoziert er seine Ermordung, er kann sich nicht selbst töten. Durch seine prophetische Tätigkeit hat er sich unbeliebt gemacht und viel Unmut auf sich gezogen. Aber was ist aus seinem Selbstvertrauen geworden? Elia ist immer sehr selbstbewusst aufgetreten und hat sich gegen König Ahab, Königin Isebel und die Priesterschaft am Tempel gestellt. Er war sich bewusst, dass er den Finger in offene Wunden legen wird und er hat das ja auch getan. Er wurde deshalb verfolgt, erhielt Morddrohungen, wurde gesellschaftlich geächtet. Nach heutigen Maßstäben ein Mobbing-Opfer par excellence. Aber das hatte er sich ja selbst zuzuschreiben. Jetzt wurde es ihm aber zuviel. Er will nur noch sterben. 
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