In der Offenbarung des Johannes, deren Motive Emil Wachter für die Gestaltung einiger Fenster in der Autobahnkirche verwendet hat, taucht immer wieder die Stimme auf. Unheil und Drohungen werden mit der Stimme verkündet. Der Ort, von dem normalerweise das Heil ausgeht, der Tempel, ist jetzt die Stätte von der aus Tod und Vernichtung über die Welt kommt: »Dann hörte ich, wie eine laute Stimme aus dem Tempel den sieben Engeln zurief: Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde!« (Offg 16,1) Im Verlauf der Erzählung über das Endgericht ist diese Art des Erzählens schlüssig, uns modernen Menschen aber nicht mehr zugänglich. Wir tun uns schwer, Zerstörung und Vernichtung als das Werk Gottes anzusehen und ein Gericht zu akzeptieren, das Leid, Tod und Verderben über die Menschheit bringt. Ein Richter, der über Leichen geht, nur damit das Heil zum Durchbruch kommt, müssen wir ablehnen.
Die Stimme, die aus dem Tempel kommt, hat dennoch eine Bedeutung für uns heute. Wir stehen in der Versuchung, uns einzuigeln, uns zu schützen vor dem Fremden, das unsere Gegenwart bedroht. Unsere wohleingerichtete Behaglichkeit ist gefährdet. Also: besser: »Türen zu!« In dieser Gefahr stehen wir auch in der Kirche. Weil es schwerfällt, die Botschaft von der Herrschaft Gottes hinauszutragen, machen wir lieber die Türen zu und bleiben unter uns. Wir lassen die böse Welt draußen, die uns sowieso nicht versteht. Emil Wachter zeigt aber, dass es anders geht. Wenn wir die Türen öffnen, kann die Stimme hinausdringen und in der Welt wirken. Es wäre ein Fehler, wenn wir uns einschließen und alles für uns behalten wollen. Nur wenn die Wände durchlässig sind, nur wenn Fenster und Türen offen sind, kann etwas nach außen gelangen. Und auf die Gefahr hin, dass es dann einmal zieht: So kommt am ehesten frische Luft herein! Also dann, Fenster und Türen auf, dass das, was uns wichtig ist, draußen gehört werden kann - und das, was draußen ist, uns berühren kann.
Die Stimme, die aus dem Tempel kommt, hat dennoch eine Bedeutung für uns heute. Wir stehen in der Versuchung, uns einzuigeln, uns zu schützen vor dem Fremden, das unsere Gegenwart bedroht. Unsere wohleingerichtete Behaglichkeit ist gefährdet. Also: besser: »Türen zu!« In dieser Gefahr stehen wir auch in der Kirche. Weil es schwerfällt, die Botschaft von der Herrschaft Gottes hinauszutragen, machen wir lieber die Türen zu und bleiben unter uns. Wir lassen die böse Welt draußen, die uns sowieso nicht versteht. Emil Wachter zeigt aber, dass es anders geht. Wenn wir die Türen öffnen, kann die Stimme hinausdringen und in der Welt wirken. Es wäre ein Fehler, wenn wir uns einschließen und alles für uns behalten wollen. Nur wenn die Wände durchlässig sind, nur wenn Fenster und Türen offen sind, kann etwas nach außen gelangen. Und auf die Gefahr hin, dass es dann einmal zieht: So kommt am ehesten frische Luft herein! Also dann, Fenster und Türen auf, dass das, was uns wichtig ist, draußen gehört werden kann - und das, was draußen ist, uns berühren kann.













