Hilfe gegen Gewalt

Hilflos sehen wir in Nachrichten, wie immer wieder kriegerische Gewalt das Leben von Menschen zerstört. Gegen militärische Macht ist kein Kraut gewachsen, diplomatische Bemühungen fruchten wenn überhaupt erst dann, wenn viel zu viel zerstört worden ist. Die späte Einscht: Es ist nicht die Gewalt, die als letztes Mittel zur Lösung von Konflikten herangezogen wird, sondern das Gespräch. Vorher werden die militärischen Optionen ausgereizt.
Wie kann man der allgegenwärtigen Gewalt in unserer Welt begegnen? Es ist fast schon lächerlich, was Emil Wachter hier darstellt. Ein ausgestreckter Zeigefinger stellt sich gegen Gewehre, die im Anschlag gehalten werden. Als ob Worte und Gesten etwas gegen Gewehre ausrichten können!
Vielleicht ist es ein Traum, aber es gibt diese Sehnsucht, dass Gewalt nicht das Ende ist, sondern dass Worte und Zeichen Gewalt unmöglich machen. Der Blick in das aktuelle Weltgeschehen mag ernüchtern, aber die Sehnsucht bleibt. Die Heilige Schrift ist voll von diesen Bildern, in allen Religionen wird sie
immer wieder beschworen: Ein umfassender Friede, in dem Gewalt unmöglich wird. Es ist diese Sehnsucht, die Glauben ausmacht und die durch das Erleben in der Realität nicht gemindert wird. Es ist wichtig, dass diese Sehnsucht am Leben gehalten wird, auch wenn sie in der aktuellen Situation mal wieder zerstört wird. Nur wenn die Sehnsucht lebendig bleibt, dann kann sie auch einmal Wirklichkeit werden! Nur wenn wir immer wieder von ihr erzählen, bleibt sie lebendig!
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Am Boden zerstört

Es ist die pure Verzweiflung, die am Fenster aus dem Passionszyklus in der Autobahnkirche dem  Betrachtenden entgegen schreit. Eine blutende, verkrümmte Person wendet sich in ihrer Not nach oben und schreit um Hilfe. Im Psalm 130 wird das sehr anschaulich geschildert: »1 (...)Aus der Tiefe meiner Not schreie ich zu dir. 2 HERR, höre mich doch! Sei nicht taub für meinen Hilferuf!« (Psalm 130, Übersetzung Gute Nachricht) Immer wieder haben Menschen in ausweglosen Situationen ihrer Verzweiflung Ausdruck gegeben, viele Hilferufe sind ungehört verhallt und haben keinen Niederschlag in der Geschichtsschreibung gefunden. Im besten Fall tauch ihr Leid in anonymen Opferzahlen aus, die das unermessliche Leid nichtannähernd widerspiegeln.
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