Hilfe gegen Gewalt

Hilflos sehen wir in Nachrichten, wie immer wieder kriegerische Gewalt das Leben von Menschen zerstört. Gegen militärische Macht ist kein Kraut gewachsen, diplomatische Bemühungen fruchten wenn überhaupt erst dann, wenn viel zu viel zerstört worden ist. Die späte Einscht: Es ist nicht die Gewalt, die als letztes Mittel zur Lösung von Konflikten herangezogen wird, sondern das Gespräch. Vorher werden die militärischen Optionen ausgereizt.
Wie kann man der allgegenwärtigen Gewalt in unserer Welt begegnen? Es ist fast schon lächerlich, was Emil Wachter hier darstellt. Ein ausgestreckter Zeigefinger stellt sich gegen Gewehre, die im Anschlag gehalten werden. Als ob Worte und Gesten etwas gegen Gewehre ausrichten können!
Vielleicht ist es ein Traum, aber es gibt diese Sehnsucht, dass Gewalt nicht das Ende ist, sondern dass Worte und Zeichen Gewalt unmöglich machen. Der Blick in das aktuelle Weltgeschehen mag ernüchtern, aber die Sehnsucht bleibt. Die Heilige Schrift ist voll von diesen Bildern, in allen Religionen wird sie
immer wieder beschworen: Ein umfassender Friede, in dem Gewalt unmöglich wird. Es ist diese Sehnsucht, die Glauben ausmacht und die durch das Erleben in der Realität nicht gemindert wird. Es ist wichtig, dass diese Sehnsucht am Leben gehalten wird, auch wenn sie in der aktuellen Situation mal wieder zerstört wird. Nur wenn die Sehnsucht lebendig bleibt, dann kann sie auch einmal Wirklichkeit werden! Nur wenn wir immer wieder von ihr erzählen, bleibt sie lebendig!
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Weltherrschaft

Macht zu haben gehört zu den größten Versuchungen, denen wir Menschen ausgesetzt sind. Auch Jesus war davor nicht gefeit. Die dritte Versuchung in der Zeit seines Wüstenaufenthalts zeugt davon: »8 Zuletzt führte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Größe und Pracht 9 und sagte: ›Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.‹ 10 Da sagte Jesus: ›Weg mit dir, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: 'Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.'‹« (Matthäus 4,8-10, Übersetzung Gute Nachricht) Jesus wehrt sich durch einen Rückgriff auf seine religiöse Tradition gegen das Ansinnen des Satans und widersteht dieser Versuchung. Er überlasst es Gott allein, allmächtig zu sein und wehrt sich gegen jeden eigenen Machtanspruch.
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