Engelsflügel

Wie können wir von einer anderen Wirklichkeit reden, zu der wir vielleicht einen Erfahrungszugang haben, für die uns aber die Worte fehlen? Die Menschen standen immer wieder vor dieser schier unlösbaren Aufgabe. Konkret gesprochen heißt das: »Wie können wir von Gott in menschlicher Sprache reden, wo uns jegliches Wissen fehlt?«
Auf diese Frage gibt es keine letztgültige Antwort, wie denn auch. Jeder Mensch muss wohl selbst entscheiden, ob eer eine finden will und wie sie aussehen kann. Dabei hilft der Blick in die Tradition der großen Religionen. Wenn vom Göttlichen die Rede ist, dann wird meist vom »Oben« gesprochen. Dieses kann vom Menschen ja nicht erreicht werden. Die einzigen Wesen, die diese Distanz scheinbar überbrücken können sind Vögel, sie kommen aber nicht in göttliche Sphären. Es braucht also Wesen, die den Graben zwischen der göttlichen Sphäre oben und der menschlichen oder weltlichen Sphäre unten überwinden können. Die geflügelten Wesen, die in der Nähe Gottes leben und immer wieder mit einem bestimmten Auftrag in die Welt geschickt werden, sind geboren: Die Engel. Symbol für die Engel sind die Flügel, weil sie damit den Graben überwinden.
Es war seit jeher der Traum des Menschen, diesen Graben zu überwinden. Dabei reicht es natürlich nicht aus, lediglich fliegen zu lernen. Wir können uns aber darin einüben, dass unser Geist Flügel bekommt, um
sich in die göttlichen Sphären zu erheben. Vielleicht können wir im Betrachten der Engelsflügel am Johannesturm unsere eigenen Flügel entdecken, die wir haben, mit denen wir in der Nähe Gottes leben. Solche symbolischen Darstellungen helfen, den Blick zu öffnen.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Rasender Stillstand

An der Rückseite des Noah-Turmes sehen wir ein einzelnes Auto. Es sieht so aus, als sei es in voller Fahrt, aber auf dem Stein im Moment erstarrt, es steht still. Kaum ein anderes Symbol für unser Mobilitätszeitalter ist so sprechend wie das Automobil. Schon 1978, als Emil Wachter den Noah-Turm schuf, kritisierte er unser Verhältnis zum Auto. Es ist verantwortlich für die neue Sintflut. Nicht mehr das Wasser bedroht die Erde und alles Leben darauf, sondern der Verkehr und die moderne Technik, die durch die individuelle Mobilität ausgelöst wurde. Emil Wachter hat das schon 1978 erkannt, als nur ein Bruchteil der Fahrzeuge von heute auf den Straßen unterwegs waren. Sie überfluten die Erde. Längst ist die Automobilbranche zu einer weltweiten Schlüsseltechnologie geworden.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.